Erstellt am 28. Oktober 2015, 09:07

von Stefan Berndl

Die Serie fortgesetzt. Manfred Dollmann reiste zur Europameisterschaft in Dänemark und holte erneut im Teambewerb eine Medaille.

Silber glänzt für Manfred Dollmann wie Gold.  |  NOEN, Foto: privat

Wenn Manfred Dollmann und Egon Kramminger bei einer EM antreten, gibt es meist auch Edelmetall zu bejubeln. „Seit 1995 nehmen wir jedes zweite Jahr an Europameisterschaften teil und brachten - mit einer Ausnahme - immer mindestens eine Medaille mit nach Hause“, erzählt der Straßer.

Diese Serie sollte auch in Vejle, in Dänemark, nicht reißen. Das Duo stieg als Gruppenzweiter in die K.O.-Runde auf und konnte sich dort im Semifinale gegen Polen klar mit 2:0 durchsetzen. Im Endspiel wartete dann allerdings der große Rivale Deutschland, der als klarer Favorit in dieses Finale ging. Und dieser Erwartung auch gerecht wurde. „Das war für uns eine nicht bezwingbare Hürde“, gibt Dollmann zu. Dennoch: Das Duo durfte sich über den Vize-Europameistertitel freuen. Und das, obwohl der Straßer bereits das ganze Jahr über an einer Schulterverletzung laboriert, auch in Vejle nicht ganz fit war.

Die Silbermedaille tröstete Dollmann auch etwas über den nicht nach Wunsch verlaufenen Auftritt im Einzelbewerb hinweg. Dort schaffte er zwar ebenfalls als Gruppenzweiter den Sprung in die Ausscheidung, im Achtelfinale war aber bereits Endstation. Gegen den Russen Toporkov, den er erst vor kurzem noch bei einem internationalen Turnier schlagen konnte, setzte es eine 0:3-Pleite. „Er hat sich revanchiert, wobei alle Sätze sehr knapp waren“, analysiert Dollmann die Niederlage.