Erstellt am 12. April 2016, 01:14

von Stefan Berndl

Ein Kamptaler auf der Überholspur. Philipp Gintenstorfer lief beim Halbmarathon in Wien als drittbester Österreicher ein. Ein Erfolg, der hart erarbeitet wurde.

Philipp Gintenstorfer steigerte sich in den letzten Jahren kontinuierlich.  |  NOEN, privat

Vor knapp drei Jahren war Philipp Gintenstorfer noch auf der Kurzstrecke Zuhause. Die 5- und 10-Kilometer-Distanzen waren sein Steckenpferd. Da feierte er bereits zahlreiche Erfolge. Dann orientierte sich der 25-Jährige allerdings um. Der Halbmarathon sollte es werden.

Vor zwei Jahren dann der erste Antritt in Wien. Nach 1:15:10 Stunden überquerte Gintenstorfer die Ziellinie. Damals hatte ihn ein Seitenstechen geplagt. Weitere zwei Jahre und etliche Trainingseinheiten später ist der Zöbinger in der nationalen Spitze angekommen. Beim Halbmarathon in Wien feierte er seinen bisher größten Erfolg über diese Distanz: In 1:12:52 Stunden lief Gintenstorfer als Gesamtneunter ein. Noch dazu als drittbester Österreicher. „Ich habe bereits nach einem Kilometer gemerkt, dass es super geht“, so Gintenstorfer.

Zeitlos in Richtung persönlicher Bestzeit

Dabei musste sich der Kamptaler völlig auf sein Gefühl verlassen. Denn seine Stoppuhr ging bereits beim Start verloren. „Da wird viel mit den Ellbogen gearbeitet.“ Erst ab Kilometer neun, als er zur Damengruppe des Marathons aufschloss, hatte er die Zeit wieder im Blick. Und noch dazu konnte Gintenstorfer im Windschatten der Frauen mitlaufen. Der Gegenwind war an diesem Tag das Einzige, das ihn störte. „Die Temperaturen waren super zum Laufen.“

Schlussendlich lief es auf ein Duell mit Daniel Müller hinaus, der am Ende aber um vier Sekunden die Nase vorn hatte. Gintenstorfer konnte aber dennoch zufrieden sein. Zumal er sich im Vergleich zum Halbmarathon in Linz, den er die Woche zuvor bestritt, um mehr als 40 Sekunden steigerte. „Und bei optimalen Bedingungen wäre auch eine 11er-Zeit möglich gewesen“, so Gintenstorfer. Was nicht ist, kann ja noch werden.