Erstellt am 26. April 2016, 01:54

von Verena Bauer

Fivers bleiben eine Nummer zu groß. Im Finale hatte der UHK Krems gegen seinen Erzrivalen aus der Hollgasse keine Chance.

 |  NOEN, Foto: Sommer

FIVERS - KREMS 32:24.

Wer sich eine Revanche für das durchwachsene OPO-Spiel der Vorwoche erhofft hatte, wurde in der Hollgasse bitter enttäuscht. Die Kremser verfielen in den ersten Minuten geradezu in eine Schockstarre und kamen kaum zum Zug: In Minute 10 hatten Nikola Bylik und Co. bereits ein Punktepolster von 9:2 geschaffen.

„Das ist gegen die Fivers tödlich, und wir wissen das auch. Im Spiel gegen West Wien ist uns das gleiche passiert, und wir wollten es unbedingt verhindern“, so Obmann Josef Nussbaum. „Im Moment darf man sich gegen die Eckl-Truppe keinen Fehler leisten. Das war mit unseren Fehlpässen und technischen Fehlern nicht der Fall.“

In puncto Ruppigkeit wurde die Begegnung den Kontrahenten und dem Anlass gerecht: Die Zweiminutenstrafen gegen die Kremser (insgesamt 9) sorgten aber auch für unfreiwillige Komik, als Tobias Schopf als zusätzlicher Feldspieler auf einmal seine Fähigkeiten als Goalie unter Beweis stellen musste. Ivo Belas probierte indessen mehrere Deckungsvarianten aus, was zu einer phasenweisen Besserung führte: Krems agierte mit mehr Biss.

Gastgeber bewiesen ihre Übermacht

Allen voran Sebastian Feichtinger, der sich gleich eine Sonderbewachung von Vytautas Ziura einhandelte, und einem wurfstarken Christoph Neuhold verkürzten auf 14:12. Kurz vor der Pause verwandelte Ziura zwei Siebenmeter und stellte noch auf 16:12.

Ziura blieb auch in der zweiten Halbzeit Hirn und Herzstück des Wiener Spiels. „Wir haben in unserem – generell kleinen – Kader einfach niemandem mit seinem Kaliber“, so Nussbaum. „Er war der überragende Spieler auf dem Parkett.“

Ziura hält bei elf Toren bei einer 100-prozentigen Trefferquote. Diese trug auch dazu bei, dass die Rot-gelben in der zweiten Halbzeit überrollt wurden. Kristian Pilipovic ließ indessen im Tor nichts anbrennen. „Wir sind nicht richtig ins Spiel gekommen. In der Deckung haben wir ganz gut gekämpft, aber der Angriff war viel zu statisch.“ Hinzu kam, das Leistungsträger wie Vlatko Mitkov total ausließen. „Wir müssen die Niederlage schnell abhaken.“