Erstellt am 08. Dezember 2015, 05:03

von Verena Bauer

Flotter Start und zittrige Endphase. Krems fuhr gegen Hard den ersten Sieg seit zwei Jahren ein, musste im Finish aber noch alle Kräfte mobilisieren.

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KREMS – HARD 25:22. Hard und Krems fanden punktetechnisch nur langsam ins Spiel – zu effektiv und zu ruppig agierten die Abwehrreihen. Für die ersten Treffer sorgen Duelle am Siebenmeterpunkt: Tobias Schopf gewann im nervenzerreibenden 7-Meter-Showdown gegen Golub Doknic. Gerhard Zeiner, früher selbst beim UHK, legte souverän nach.

Ivo Belas‘ Taktik ging aber auf: „Die Deckung und der Goalie haben ganze Arbeit geleistet. Wir wollten vor allem Boris Zivkovic und Daniel Dicker am Boden halten.“ Unterstützt von zahlreichen Shejbal-Paraden bauten Vlatko Mitkov, Christoph Neuhold und Norbert Visy den Vorsprung aus und zwangen Markus Burger dazu, die Time-out-Karte gleich zweimal zu werfen (8:5 und 11:6). Positiv: Die Youngsters Marko Simek und Aron Tomann brachten viel Schwung ins Spiel. Zum Pausenpfiff bei 16:8 hatten die Wachauer das Spiel scheinbar in der Tasche.

Zweite Halbzeit war kein Selbstläufer

„Die Mannschaft dachte, dass Spiel ist gewonnen, ein Selbstläufer. Aber genauso haben wir Hard zurück ins Rennen gebracht“, analysiert Belas. „So wurde es wieder ein Kampf auf Biegen und Brechen. Die Defensive stand nicht mehr so stabil, wir haben einige Tore im Stoß-Gegenstoß kassiert und das nicht unterbunden. Aber diesmal war das Glück auf unserer Seite – solche Spiele muss man eben auch gewinnen.“

Rot-gelb scheiterte an der erstarken Harder Abwehr und präsentierte sich im Abschluss zögerlich, während Hard zügig verkürzte. Mit einem Time-out wollte Belas wieder Ordnung ins Spiel bringen und setzte ausschließlich auf seine erste Bank. Den Sieg fixierten erst Neuhold und ein Doppelpack von Feichtinger erst in den letzten Minuten. „Uns fehlt hier der Killerinstinkt“, meint UHK-Obmann Josef Nussbaum.

„Ein Team wie die Fivers würde einfach durchmarschieren, wir lassen uns zeitweise verunsichern.“ Mit dem Heimsieg ziehen die Kremser punktetechnisch mit den verletzungsgeschwächten Hardern gleich. Trotz der 18 Punkte steigen sie im direkten Vergleich aber schlechter aus.