Erstellt am 10. Mai 2016, 00:44

von NÖN Redaktion

Gerald Leutgeb: Nicht zu biegen. Dauerbrenner Gerald Leutgeb startete bei Regen, Blitz & Donner und fuhr bei Sonnenschein als Bergmeister über die Ziellinie.

Gerald Leutgeb ist Radsportler aus Leidenschaft. Diese Begeisterung half ihm vor einigen Jahren auch dabei, seine Krebserkrankung zu besiegen. »Der Radsport hat mir bei meiner Genesung physisch und psychisch unglaublich geholfen,« so der unermüdliche Biker.  |  NOEN, BERT BAUER

Der Radrennsport ist seit fast vierzig Jahren sein Lebensexilier: Am Wochenende verteidigte Gerald Leutgeb im steirischen Kindberg erfolgreich seinen Österreichischen Meistertitel in der Master-III-Altersklasse. „Ich war diesmal extrem nervös, da ich wegen des kühlen Wetters im April kaum speziell trainieren konnte“, war die „Kremser Gämse“ ob seiner Leistung selbst überrascht. Dabei nahm Leutgeb dem Zweitplatzierten auf der neun Kilometer langen Strecke (Steigung bis zu 18 Prozent) über zwei Minuten ab.

Knapp 5500 Trainingskilometer hat der 55-Jährige auch heuer schon wieder in den Beinen. Warum sich der Fahrradtechniker das alles (noch) antut? „Die Trainingsfahrten vor der Arbeit bringen mich für den weiteren Tagesverlauf so richtig in Schwung. Die Winter-Trainingspause kann für mich nicht schnell genug vergehen!“

Für den Rest der Saison hat sich der heimische Radsport-Evergreen, der seit Jahre für den ÖAMTC Tiroler-Radler Bozen in die Pedale tritt, viel vorgenommen: „Die österreichischen Titelkämpfe im Zeitfahren, die Tiroler Bergmeisterschaft und das Zeitfahren, wo ich ebenfalls meinen Titel verteidigen muss, sind dabei meine größten Herausforderungen!“