Erstellt am 02. Februar 2016, 09:31

"Goliath" Krems kam gehörig ins Schwitzen. Unkonzentrierte Kremser wurden in Hollabrunn erst im Finish ihrer Favoritenrolle gerecht.

Domagoj Surac kämpft hier gegen Sebastian Zahlbruckner (re). und Milan Ivanovic (li)., der im Finish Rot sah - er beschimpfte die Schiedsrichter in deren Muttersprache.  |  NOEN, Foto: Bauer

HOLLABRUNN - KREMS 22:25.

UHK-Kapitän Tobias Schopf hatte es bereits geahnt: "Wir passen uns oft dem Niveau unserer Gegner an. Das war leider in Hollabrunn gegen einen Underdog der Fall.“

Als Auseinandersetzung zwischen „David gegen Goliath“ hatten die Weinviertler dieses Cup-Achtelfinale im Vorfeld angekündigt. „David“ brachte dann auf dem Parkett den „Goliath aus der Wachau“ sogar kurzfristig gehörig ins Wanken, als die Gastgeber nach dem Wechsel plötzlich mit 19:16 in Front lagen. Die 6:0-Deckung des Favoriten ließ sich durch das langsame Spiel der Heimischen allzu oft einschläfern und ließ auch im Angriff viele Chancen liegen. Erst die Umstellung auf ein offensives 3-2-1-Abwehrsystem zog den ambitionierten Bundesligisten in der Schlussviertelstunde den Zahn.

Defensive Varianten noch nicht ausgereift

Kein Wunder, dass Trainer Ivo Belas nach der gelungenen Vorstellung im slowakischen Hlohovec diesmal alles andere als zufrieden war: „Wir agierten heute viel zu überheblich, die 6:0-Deckungsvariante, die ich diesmal forcieren wollte, hat noch viel Verbesserungspotenzial.“

Hollabrunn-Manager Gerhard Gedinger durfte sich über einen starken Publikumszuspruch und eine gelunge Vorstellung seiner Truppe freuen: „Uns ist es gelungen, ein HLA-Topteam sehr lange zu ärgern!“