Krems

Erstellt am 04. April 2017, 02:49

von Verena Bauer

Ein Endspurt mit Testspielcharakter. Die Fivers verteidigten ihre erfolgreiche Heimserie. Krems spielte mit verjüngtem Team.

Vlatko Mitkov stellte in der Hollgasse seine Scorerqualitäten unter Beweis, der Rückraumspieler erzielte sieben Volltreffer. Foto: Horst Sommer  |  Horst Sommer

Die Play-offs der obersten Spielklasse werden nicht mehr für Überraschungen sorgen: Hard ist an der Tabellenspitze nicht mehr einzuholen und leistete den Wachauern mit einem Heimsieg gegen Westwien Schützenhilfe: Da die Jonsson-Truppe alle Play-off-Partien absolviert hat, fixierte Krems das Heimrecht für das Viertelfinale. Im Unteren Play-off gesellte sich Ferlach zu Schwaz und so zu den Fixstartern in den Finalspielen.

„Für uns war die Hard-Partie in dieser Runde das wichtigere Spiel“, bestätigt UHK-Coach Herbert Lastowitza. „Dann sind wir mit dem Gedanken in die Hollgasse gegangen, dass es um nichts geht und dass wir möglichst ohne Druck spielen können. Mir war wesentlich, dass die Mannschaft mit einem guten Gefühl aus dem Match herausgeht.“

Während sich einige Fixstarter ausruhen durften – so saß Einsergoalie Gregory Musel 60 Minuten auf der Bank –, brachte Lastowitza am Flügel und in der Deckung seine Youngsters ins Spiel.

Die Kremser Devise: Jugend an die Front

Kenan Hasecic machte mit starker Deckungsarbeit auf sich aufmerksam, während Flügelflitzer Jürgen Jaresch drei Tore besorgte. Dass sonst in der „Hölle“ für die Herausforderer der Fivers nicht viel zu holen ist, bestätigte sich – aber nicht auf drastische Weise. Eine strenge Wiener Deckung und Kristian Pilipovic im Tor riefen in der ersten Hälfte Abschlussprobleme seitens der Kremser hervor.

Fabian Posch erzielte in Minute 17 zwar den Ausgleich (6:6), das Gleichgewicht wurde aber durch Würfe von Ivan Martinovic und Co. zugunsten der Fivers verschoben. Rot-Gelb hielt den Rückstand bis zur Pause klein (10:12).

In der zweiten Spielzeit blieb man den Gastgebern zwar auf den Fersen, zum Überholvorgang reichte es aber nicht. Stresssituation in den letzten zehn Minuten: Bei minus vier agierten die Kremser hektisch und unbedacht, Aron Tomann musste mit der dritten Zeitstrafe vom Feld. Vlatko Mitkov, Hasecic und Marko Simek kamen in den letzten fünf Minuten noch zum Zug und setzen das Endergebnis auf 26:29.

„Für uns war es auch ein Testspiel für das Viertelfinale“, kommentiert Lastowitza.