Erstellt am 11. Oktober 2016, 04:27

von Verena Bauer

Krems löst ein Abo für „knappe Kisten“. Volles Programm Zum dritten Mal in Folge machte für den UHK nur ein Tor den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage aus.

Alte Bekannte. Aron Tomann schummelt sich hier den Ball an seinem ehemaligen Klubkollegen Domagoj Surac vorbei, der heuer für Hard am Kreis steht.  |  NOEN, Sommer

Leoben – Krems 23:24

Genauso wie gegen Hard (25:26) am Dienstag fiel das Ergebnis gegen Leoben für die Kremser äußerst knapp aus. Eine Entwicklung, die Obmann Josef Nussbaum etwas beunruhigt: „Ich stand während des Spieles knapp vor einem Herzinfarkt. Wir haben in der Steiermark viel Glück gehabt – genau das Glück, das uns gegen Hard gefehlt hat. Ich hätte mir das natürlich trotzdem leichter vorgestellt.“

Nach einem Start auf Augenhöhe schlichen sich gegen die Truppe von Romas Magelinskas zahlreiche technische Fehler ein. Die Rechnung bekamen die Wachauer sofort präsentiert: Sie verabschiedeten sich in der Pause mit vier Punkten Rückstand in die Kabine. „Wie gegen die Fivers war die zweite Halbzeit unsere Zeit – wir haben gewusst, dass wir Gas geben müssen“, meint UHK-Coach Herbert Lastowitza zum Thema Kabinenpredigt. Binnen weniger Minuten zogen Fabian Posch und Co. dann wirklich an und glichen bis Minute 35 aus.

Krems hatte in Leoben das Glück gepachtet

Ganz ausgestanden war der Krimi aber noch nicht: Unsicherheiten aufseiten der Gäste ließen die Lebensgeister der Leobener noch einmal aufflackern. „Außerdem hat sich einfach gezeigt, dass uns rein physisch das Hard-Spiel noch in den Knochen gesteckt ist“, so Lastowitza. Leonard Schafler, der die Flügelagenden von Norbert Visy übernommen hatte, besorgte mit dem 20:19 die endgültige, wenn auch hauchdünne Führung der Kremser. „Am Schluss haben wir schon noch um ein Tor gebettelt“, ist sich Lastowitza der engen Spielsituation bewusst. „Da hatten wir diesmal eben das Glück und Gregory Musel auf unserer Seite.“

Ganz glücklich ist Josef Nussbaum mit dieser englischen Runde nicht: „Wir waren das Team, das Hard bisher am stärksten gefordert hat – in dieser Partie hätten wir uns zumindest ein Unentschieden redlich verdient gehabt. Andererseits könnte das ein neutraler Beobachter auch zum Match in Leoben sagen. Knapp vorbei ist eben auch daneben – mir ist die Schönheit des Spiels langsam egal. Was zählt, sind nur die Punkte.“