Erstellt am 01. März 2016, 00:14

von NÖN Redaktion

Handball: Kremser Überflieger voll im Aufwind. Die Wachauer gehen nach der Gala gegen Bregenz mit viel Selbstvertrauen ins Duell gegen die Fivers.

Attacke. Michal Shejbal hielt den Kremsern gegen Bregenz über weite Strecken den Rücken frei. Hier hat Ante Esegovic aber das bessere Ende für sich.  |  NOEN, Foto: Sommer

KREMS – BREGENZ 29:23.

Gästecoach Robert Hedin flüchtete nach dem Schlusspfiff sofort frustriert in die Kabine. Dass sein Junior Amadeus zum besten Bregenzer Akteur des Spiels gekürte wurde, war ihm wohl nur ein schwacher Trost. Zu sehr hatte der Gegner diesen HLA-Hit dominiert.

Die Vorarlberger – sie waren schon am Vortag angereist, um sich penibel auf die Partie vorzubereiten – wurden von Beginn an vom flüssigen Angriffsspiel der Heimischen schwindlig gespielt. Im Angriff bissen sie sich am UHK-Betonblock die Zähne aus.

Bregenz-Goalie Goran Aleksic, in der Vergangenheit oftmals der Albtraum vieler Mannen in Rot-Gelb, bekam seinen ersten Ball beim Stand von 9:6 zu fassen und nahm in Halbzeit zwei frustriert auf der Ersatzbank Platz. Sein Vertreter Ralf Patrick Häusle stach ihn diesmal klar aus. So blieb es bei einer moderaten Sechserpackung, zumal die junge UHK-Garde im Finish Matchpraxis sammeln durfte.

Kreis war Sperrzone für die Bregenzer

Auch für Trainer Ivo Belas war die Basis des Erfolgs einmal mehr die bärenstarke Deckung mit Neuhold und Surac im Zentrum sowie einem überragenden Michal Shejbal im Tor: „Wir lassen kaum vom Kreis Treffer zu und zwingen dadurch die Angreifer vermehrt zu Schüssen aus der Distanz!“

Der akribische Stratege fand natürlich auch ein Haar in der Suppe: „Wenn wir mit unserer zweiten Welle ähnlich viele Fehler wie heute machen, liegen wir gegen die Fivers nach dreißig Minuten locker fünf Tore im Rückstand!“

Der Angriff im gebundenen Spiel mit einem überragenden Vlatko Mitkov aus dem Rückraum und den beiden „Dosenöffnern“ Neuhold und Feichtinger, die kleinste Schnittstellen zu Durchbrüchen nützen und auch aus der Distanz erfolgreich waren, stellte die Bregenzer oft vor unlösbare Probleme.

Dass es am Ende eigentlich schwer war, einen Kremser zum „Man of the Match“ zu küren, spricht für die homogene Leistung des Teams frei dem Motto: „Der Star ist die Mannschaft“. Die Kremser Mannschaft könnte den zuletzt alles andere als erfolgsverwöhnten Fivers am Sonntag um 18 Uhr in der Holl gasse in Margareten durchaus die Tabellenführung streitig machen …