Erstellt am 11. April 2017, 02:48

von Verena Bauer

„Rote Teufel“ werden ihrem Ruf gerecht. Die Kremser präsentierten sich im letzten OPO-Match gegen Hard nur eine Viertelstunde von ihrer besten Seite.

Comeback. Leistungsträger Sebastian Feichtinger meldete sich nach seiner Verletzungspause wieder zurück.  |  NOEN, Sommer

„Es ist eigentlich nur um die Ananas gegangen“, meint sich UHK-Coach Herbert Lastowitza. „Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass wir die gute Stimmung aus der Halle mitnehmen. Gezählt haben dann nur die ersten 15 Minuten in der zweiten Halbzeit – auf denen müssen wir für das Viertelfinale aufbauen.“ In der ersten Halbzeit präsentierten sich die Kremser gegen dezimierte Harder nämlich lasch, mit einer löchrigen Deckung und Problemen im Abschluss. Ein Wachauer Team-Timeout beim Stand von 2:6 brachte keine Trendwende. Hards Petr Hrachovec nutzte die Gelegenheit indessen, um Spielzüge mit sieben Feldspielern auszuprobieren – eine Taktik, die die Rot-Gelben ebenfalls aus dem Konzept brachte.

Lichtblick auf Seite der Gastgeber: Sebastian Feichtinger kehrte nach einer langen Verletzungspause wieder auf das Parkett zurück und brachte seinen Wurf aufs Tor auch im Kasten von Golub Doknic unter. „Sebastians Comeback ist für uns sehr wichtig. Natürlich fehlt noch ein bisschen die Spritzigkeit, aber wir haben jetzt noch zehn Tage zur Vorbereitung auf Westwien“, hat Lastowitza das Viertelfinale schon im Visier. Beim Stand von 12:18 ging es in die Pause.

15 Minuten Aufwind für das Heimteam

In der zweiten Halbzeit drehte sich der Wind: Krems setzte zu einer Aufholjagd an, die in einem Empty-Net-Goal von Goalie Gregory Musel zum 19:19-Ausgleich gipfelte. Den zweiten Ausgleich besorgte Fabian Posch zum 22:22, doch die Harder Klasse ließ sich nicht leugnen: Bis zur Schlusssirene zogen die Vorarlberger wieder 34:27 davon. „Im Endeffekt haben wir uns zu sehr von Kleinigkeiten beeinflussen lassen“, analysiert Lastowitza. „Die sieben Feldspieler waren ein Problem, Boris Zivkovic war super drauf, und auch Roland Schlinger hat uns zu schaffen gemacht. Im Endeffekt haben wir meist nur reagiert, nicht agiert. Hard hat immer noch ein Schäuferl nachlegen können.“

Die Tage bis zum 20. April stehen nun im Zeichen der Vorbereitung auf Westwien. Das erste Match findet um 20.15 Uhr in Krems statt.