Erstellt am 05. Januar 2016, 09:44

von Verena Bauer

Harter Endspurt und einsame Klasse. Wolfgang Hiller sicherte sich seinen fünften Sieg, Simone Fürnkranz tat es ihm bei den Damen gleich.

Die Spitzengruppe mit Sandor Fonyo, Timon Theuer, Martin Hofbauer, Wolfgang Hiller und Thomas Reischer (v. l.) kurz nach dem Steinertor. Den Sieg fixierte Lokalmatador Hiller erst im Zielsprint.  |  NOEN, Sommer
Athletische Ambitionen, Silvestertraditionen oder das Anwerfen der Kekserlverbrennungsmaschine – Gründe für einen Start beim Silvesterlauf gibt es zuhauf. Diesmal waren mit 359 Läufern aber so viele motiviert, dass den Veranstaltern vom TRV Krems kurz die Startnummern ausgingen. Kein Problem: Gewohnt souverän improvisierte die TRV-Crew rund um Fred Wöber und Wolfgang Kröll mit dem Filzstift.

Beim Team2Run war die Motivation für den Silvesterlauf klar: Lokalmatador Wolfgang Hiller, Martin Hofbauer und Thomas Reischer wollten den Sieg nach Krems zurückholen. Ihre größten Konkurrenten? Der ungarische Seriensieger Sandor Fonyo und das junge Talent Timon Theuer.

Dieses Quintett setzte sich kurz nach dem Startschuss vom Feld ab und legte eine zügige erste Runde auf das Altstadtpflaster. „Timon hat ein überraschend hohes Tempo vorgelegt“, erzählt Hiller. „Ich habe mich anfänglich etwas zurückgehalten.“

Heiße Duelle trotz kühler Temperaturen

Zum Anfang von Runde drei drückte Theuer weiter aufs Gas, doch Hiller klebte ihm dicht an den Fersen. Als Verfolger kristallisierten sich Hofbauer und Fonyo heraus. Die Entscheidung gestaltete sich zu einem Krimi: Hiller fiel 500 Meter vor dem Ziel 15 Meter hinter Theuer zurück. 150 Meter vor der Schleuse legte er aber einen grandiosen Endspurt hin und siegte mit einer Sekunde Vorsprung.

„Ich bin von Runde zu Runde besser ins Rennen gekommen, nur der Schlusskilometer war sehr hart. Auf den letzten 300 Metern haben mich die Zuschauer so richtig nach vorne gepeitscht“, so Hiller. „Im Vorjahr habe ich ebenfalls im Ziel verloren, da fehlt mir noch der richtige Tritt“, resümierte Theuer.

Erbittertes Duell

Das Verfolgerduo lieferte sich ebenfalls ein erbittertes Duell, das Hofbauer gewann: „Ich habe die letzten 100 Meter genossen. Als ich attackierte, hat Sandor mich sofort abreißen lassen müssen.“

Bei den Damen lief Favoritin Simone Fürnkranz ein einsames Rennen: Der Sieg war ihr mit einer Zeit von 37:06,1 nicht zu nehmen, die Konkurrenz weit abgeschlagen. Für die Paudorferin ist es – nach einer überaus erfolgreichen Triathlonsaison – ebenfalls der fünfte Sieg beim Silvesterlauf.

Über die fünf Kilometer hielt Ursula Kirchberger die Fahne des Veranstaltervereins hoch. Schnellster Läufer im Fun-Run war Andreas Stöckl.