Erstellt am 10. Mai 2016, 00:44

von Verena Bauer

Krems bahnt sich Weg ins Halbfinale. Der UHK Krems musste als einziger Verein dreimal ran, um den Einzug ins Halbfinale der Meisterschaft zu fixieren.

 |  NOEN, Horst Sommer

KREMS - LEOBEN 32:24.

Nach der Pleite im ersten Viertelfinalmatch gegen Leoben standen die Kremser unter Zugzwang: In einem ungewöhnlich stillen Bus ging es vergangenen Mittwoch in die Steiermark, um die letzte Chance auf das Halbfinale zu wahren. Ivo Belas’ Devise vor dem Anpfiff: Den Leobenern das wahre Gesicht zeigen. Genau das gelang der rot-gelben Truppe, die mit aggressiver Deckung für einen Kantersieg sorgte.

Abgehakt war die Sache damit noch nicht: Die endgültige Entscheidung musste in der Kremser Sporthalle fallen. „Eine Niederlage in dieser Partie wäre die schwerste in meiner Karriere gewesen“, zeigte sich Coach Belas nach dem Arbeitssieg sichtlich erleichtert. „In Leoben waren wir zwar noch besser  – aber jetzt haben wir hoffentlich unsere normale Form zurück.“

Magelinskas machte seine Hausaufgaben

Vor allem Taktikfuchs Romas Magelinskas machte den Kremsern während des Showdowns das Leben schwer. „Er hat die Mannschaft in nur einem Tag wieder perfekt auf unsere neue Taktik eingestellt, wir mussten für jedes Tor hart arbeiten“, spricht Belas dem Trainer der Steirer ein Kompliment aus.

Im Angriff brachte Magelinskas mit dynamisch agierenden Flügelspielern die Kremser Defensive aus dem Konzept. Nach Startschwierigkeiten übernahmen die Hausherren, angeführt von Sebastian Feichtinger und Vlatko Mitkov, trotzdem das Ruder und bauten die Führung bis zur Halbzeitsirene auf 15:10 aus.

Dass es für beide Teams um alles ging, zeigte sich in der harten Gangart: Domagoj Surac zog sich ein Cut auf dem Kopf zu und spielte mit Verband weiter. Insgesamt hagelte es 13 Zweiminutenstrafen (Verhältnis 4:9). Leoben geriet insbesondere wegen einer doppelten Unterzahl Mitte der zweiten Halbzeit ins Hintertreffen.

Die Steirer sahen sich durch das Vorgehen der Referees, darunter zwei Ausschlüsse, benachteiligt. „Vielleicht hätten wir auch ohne die ganzen Entscheidungen knapp verloren, aber das werden wir nie erfahren“, kommentiert Co-Trainer Karl-Heinz Monschein. Beim UHK war hingegen Freude angesagt. „Wir wollten immer ins Halbfinale“, stellt Obmann Josef Nussbaum fest. „Dieses Saisonziel haben wir jetzt erreicht.“

Christoph Neuhold – hier mit Benas Petreikis – landete nach einem Sprung unglücklich und musste wegen einer Verletzung am Fuß bereits nach 20 Minuten auf die Bank – Marko Simek sprang für ihn in die Bresche. Nach einem MRT wurde eine Prellung diagnostiziert – für einen Einsatz gegen die Fivers ist Neuhold aber optimistisch.Sommer