Erstellt am 29. Oktober 2015, 11:47

von Verena Bauer

Krems feuerte zwei Mal aus allen Rohren. Der UHK erhöht sein Punktekonto um vier Zähler und rückt Bregenz nun auch in der Tabelle gehörig auf die Pelle.

 |  NOEN, Horst Sommer

KREMS - WESTWIEN 31:26. 

Krems wurde nach einem soliden Start gegen die Truppe von Spielertrainer Hannes Jon Jonsson durch Rot für Günther Walzer aus dem Konzept gebracht. Weitere Störfaktoren: die teils rüde Gangart der Wiener und kontroversielle Pfiffe des Schiedsrichterduos Posch/Jorgensen, das zumindest im Kremser Publikum keine neuen Freunde fand. Mit dem Pausenstand von 13:13 ging es in die zweite Spielhälfte: Ein überragender Christoph Neuhold trieb sein Team zum Sieg. „Er hat heuer eine ambitionierte Vorbereitung hingelegt und kann jetzt die Rolle als Leader übernehmen“, lobt Trainer Ivo Belas.

KREMS – BREGENZ 28:24.

Auch gegen den Favoriten aus Vorarlberg sorgte Neuhold wieder für Dynamik im Kremser Angriff – er schrieb sechsmal an. In der ersten Halbzeit standen den Hausherren aber die kompakte Abwehr der Hedin-Truppe und ein entschlossener Goran Aleksic entgegen. Kam der Bregenzer Star-Spieler Espen Lie Hansen zum Zug, versenkte er den Ball souverän im Kasten von Michal Shejbal – so kam er zu seinen ersten vier Treffern, ehe ihn die Kremser etwas besser unter Kontrolle bekamen.

„Beim Gleichstand in der Halbzeit habe ich dem Team eingeschärft, dass wir in der Deckung noch aggressiver arbeiten müssen“, erklärt Ivo Belas. Gesagt, getan: Bregenz reagierte mit technischen Fehlern und Lattentreffern. Domagoj Surac tat am Kreis sein Übriges und entzündete mit einem Doppelpack in Minute 39 bei Team und Fans endgültig das Feuer. Ein nervenstarker Marko Simek übernahm für einen eher blass agierenden Tobias Schopf das Ruder und zog Aleksic mit vier erfolgreichen Siebenmeterwürfen den letzten Nerv. „Aleksic hat sich mit Sicherheit akribisch auf Krems vorbereitet, die besten Werfer – vor allem Tobi – mit Videos studiert“, meint Belas. „Marko hat ihn dann eiskalt überrascht.“