Erstellt am 16. Februar 2016, 00:49

von Verena Bauer

Krems liefert ein Highlight gegen Hard. Der UHK Krems empfing Hard mit einer stabilen Defensive und unbändigem Siegeswillen.

 |  NOEN, Foto: Sommer

KREMS – HARD 28:25.

UHK-Cheftrainer Ivo Belas präsentierte sich nach der Härteschlacht gegen Hard ungewohnt überwältigt: „Was will man sich mehr wünschen? Die Mannschaft hat schon in der Vorbereitung Gas gegeben und bis jetzt noch nicht zur Handbremse gegriffen.“

Die Burger-Truppe – ohne den verletzten Marko Tanaskovic – verschlief den Start ins OPO-Match. Die Kremser errichteten um einen in Topform spielenden Michal Shejbal inzwischen ein Defensivbollwerk; Shejbal vereitelte in der ersten Viertelstunde außerdem gleich die Siebenmeterversuche von Gerald Zeiner und Michael Knauth.

Nach zehn Minuten (5:1) zitierte Coach Markus Burger sein Team per Time-out zum Rapport und leitete die Trendwende ein. Probleme bereitete den Kremsern vor allem ein gnadenloser Boris Zivkovic. Bis zur Halbzeit rückten die Vorarlberger dem UHK mit 14:12 auf die Pelle. In Minute 33 hieß es dann „no luck“ bei einem „No-look“-Pass von Christoph Neuhold. Heimkehrer Dominik Schmid luchste ihm die Kugel ab und konterte zum 14:14-Ausgleich. Eine Wohlfühlphase brach damit für die „Roten Teufel“ im Kremser Hexenkessel aber nicht an: Sebastian Feichtinger und Co sorgten für gefährliche Aktionen im Angriff.

Kurze Stressphase im Endspurt

Nervenflattern kam im Finish auf: Mit einem Tripleplack von Peter Dudas, Zivkovic und Roland Schlinger pirschte sich Hard wieder heran, gleich darauf scheiterte Tobias Schopf im Nervenduell am Siebenmeterpunkt am gewohnt verunsichernden Golub Doknic. Michal Shejbal kam zu Hilfe: Er neutralisierte entscheidende Angriffe und fixierte so das 28:25.

Nicht aufs Feld durfte die junge Garde. „Für ein Match dieses Kalibers sind sie noch nicht bereit“, meint Belas. Lob gibt es für den Schlussmann und den „Man of the Match“ Feichtinger. „Michal hat uns heute ein paar Mal das Leben gerettet. Sebastian ist gerade in einer super Phase. So eine rechte Hand auf dem Feld wünscht man sich: Er hat alle Spielzüge parat, versteht Handball einfach.“