Erstellt am 17. November 2015, 09:17

von Verena Bauer

Kremser zähmen die "Brucker Bullen". Nach der Blamage in Linz präsentierten sich die Wachauer wieder von ihrer Schokoladenseite.

Michal Shejbal hielt mit akrobatischem Einsatz den Kremser Kasten rein. Goalie und Defensive mussten in Bruck die durchwachsene Angriffsleistung kompensieren.  |  NOEN, Foto: Horst Sommer

BRUCK : KREMS 22:26.

Die erste Halbzeit der Belas-Schützlinge in der Obersteiermark konnte sich sehen lassen. Dank einer konzentrierten und soliden Deckung und eines überragenden Michal Shejbal, der die Heimischen richtiggehend zur Verzweiflung brachte.

So sorgte „Rot-Gelb“ vorerst für klare Fronten, zumal sich die Bullen im Angriff an der kompakten Kremser Deckung ihre Hörner abstießen. Davon profitierte der UHK-Express mit zahlreichen Tempo-Gegenstößen, die zumeist im überragenden Tobias Schopf ihren Vollstrecker fanden. Am Siebenmeterpunkt gab sich der routinierte UHK-Flügelflitzer „nur“ bei seinem letzten Strafwurf eine Blöße.

Wachauer Express kam Hälfte zwei ins Rattern

Die Sonderbewachung für Vlatko Mitkov und Christoph Neuhold brachte jedoch nach dem Wechsel einigen Sand ins Getriebe der Wachauer Offensivbemühungen. Bruck gab trotz klaren Rückstands nie auf und arbeitete sich sukzessive an die Moser-Boys heran. Zur Tuchfühlung reichte es aber aufgrund des Kräfteverschleißes nicht mehr. Zur sehr hatte die Aufholjagd an der Substanz der Bullen genagt, die im Finish dann noch klar die Segel streichen mussten.

Coach Ivo Belas hadert vor allem mit der Angriffsleistung seiner Truppe: „Gewonnen haben das Spiel der Goalie und die Deckungsarbeit. Im Angriff haben wir – mit Ausnahme von Tobias Schopf – keine richtige Form gezeigt. Auch die 4:2-Deckung der Brucker machte den Kremsern zu schaffen. „Wir haben uns auf 6:0 und 5:1 vorbereitet. Ich erwarte aber trotzdem, dass die Mannschaft auch mit so einem Deckungswechsel zurechtkommt – da gibt es viel Platz, den man nutzen kann.“

Auf die Kremser wartet nun eine Arbeitswoche. „Wir werden uns sicher aufs Werfen, auf Bewegung und auf 1:1-Situationen konzentrieren“, so Belas.