Erstellt am 05. April 2016, 11:28

von Verena Bauer

Ländle-Rückkehr mit leeren Händen. Der UHK Krems musste auch gegen Bregenz eine Pleite akzeptieren und plumpst unsanft auf den vierten Tabellenrang.

Vlatko Mitkov (li.) stemmte sich lange gegen die Niederlage und verkürzte zwischenzeitig auf 30:28. Ein finales Aufbäumen der Kremser fand jedoch nicht statt.  |  NOEN, Sommer

Das UHK-Team, das in der Arena Rieden-Vorkloster auflief, war nicht das gleiche, das den Bregenzern Ende Februar einen spektakulären Heimsieg abgerungen hatte. „Das Team war einfach nicht auf diesem Niveau, hat nicht so gekämpft wie vor einem Monat“, meint Trainer Ivica Belas. „Es war zwar eine Steigerung zur Hard-Partie, aber trotzdem nur eine durchschnittliche Leistung. Wir waren mit dem Kopf nicht im Spiel, hatten im Angriff zu viel Respekt.“

Diesen Respekt verschaffte sich vor allem Bregenz-Goalie Goran Aleksic, der zuletzt auch dem Ländle-Rivalen Hard das Fürchten gelehrt hatte. Aleksic neutralisierte in Minute zwei einen Siebenmeterversuch von Tobias Schopf und zog den Kremsern über das Match hinweg den letzten Nerv. Michal Shejbal hingegen kam im rot-gelben Tor nicht an seine gewohnte Form heran und war – vermutlich aufgrund gründlicher Bregenzer Vorbereitung – zu leicht auszurechnen. Mit einem Doppelschlag in Minute 9 schuf Marian Klopcic einen Polster von drei Toren, der für sein Team zum sanften Ruhekissen werden sollte. Der dementsprechende Pausenstand: 17:14.

Viel Ehrfurcht, wenig Entschlossenheit

Erst in der zweiten Halbzeit schickte Belas Kreisläufer Domagoj Surac auf die Platte, der eigentlich von einer Grippe geplagt wurde. „Er hat uns in der ersten Hälfte gefehlt und dann natürlich auch nicht gespielt wie sonst – ihm war schließlich schon beim Laufen übel. Ich muss mich eigentlich bei ihm bedanken, dass er überhaupt mitgefahren ist“, so Belas.

Ebenfalls angeschlagen agierte Sebastian Feichtinger mit einem Daumenbruch (nicht auf seiner Wurfhand). Nach einer unsteten, ruppigen Partie schien in Minute 55 doch noch die Chance zur Trendwende zu kommen: Vlatko Mitkov verkürzte auf 30:28, doch nach einem Fehlwurf von Feichtinger aus freier Position und einem Gegenstoß war die Partie auf psychologischer Ebene verloren.

Fehlpässe, technische Fehler und eine wackelige Deckung taten ihr Übriges und die Hedin-Truppe durfte sich über eine gelungene Revanche freuen. „Das war ein wichtiges Spiel und Bregenz ist bekanntlich nicht unschlagbar“, so Belas. „Aber um mit einer jungen Mannschaft auswärts zu gewinnen, müssen einfach der Kopf und der Wille da sein.“