Erstellt am 15. März 2016, 08:29

von Verena Bauer

Leoben verzweifelt an Kremser Festung. Die Wachauer sorgten bei der Magelinskas-Truppe mit Tempo und stabiler Defenisve für allgemeine Verunsicherung.

Vlatko Mitkov - hier im Clinch mit Hasbulat Sabazgiraev - sorgte gegen Leoben für routinierte sechs Toren.  |  NOEN, Horst Sommer

KREMS - LEOBEN 36:26.

Die hochexplosive Stimmung nach dem Schlager gegen die Fivers in der Vorwoche hatte sich wieder etwas gelegt. Trotzdem durften die Kremser gegen die Magelinskas-Truppe keine ruhige Kugel schieben. „Mir war es wichtig, die Jungs zu motivieren, ich habe im Training weiter Gas gegeben. Gegen Leoben wollte ich von Anfang an harte Arbeit in Angriff und Defensive sehen“, so UHK-Coach Ivica Belas.

Genau das lieferte ihm seine Mannschaft: Die kompakte Abwehrarbeit und ein dynamischer Angriff machten die Fronten bereits in den ersten Minuten klar. Leoben fand nicht zu seinen Spielzügen und konnte auch nicht durch das Time-out in Minute sieben auf Schiene gebracht werden. Verletzungsbedingt nicht im Einsatz waren übrigens Jonas Truchanovicius und Leobens Flügelflitzer Thomas Wulz.

Leoben fand gegen Hausherren kein Mittel

In der zweiten Halbzeit wurde der Vorsprung durch den Wurf von Vlatko Mitkov zum 23:13 zweistellig. In der Schlussphase ließ Belas die Youngsters frei: Jürgen Jaresch – gegen Bärnbach hatte er drei Anläufe für sein erstes HLA-Tor gebraucht – revanchierte sich für das Vertrauen mit drei Treffern und verwertete dann einen Siebenmeterversuch. Jürgen Pfaffinger traf einmal. „Bei den ganz jungen Spielern weiß man eben nie, was man bekommt. Einmal sind sie gut drauf, dann geht wieder gar nichts. Heute haben super gespielt. Ich versuche jedenfalls, sie ins Training und in die Matches einzubinden. Jeder soll seine Chance bekommen,“ so Belas.

Das verjüngte rot-gelbe Team segelte die Partie sicher in den Hafen der Schlusssirene – sehr zur Freude von UHK-Präsident Bernd Lackner: „Die Mannschaft hat konsequent die Schwächen der Leobener ausgenutzt – wir waren heute eine Macht!“ Auch Obmann Josef Nussbaum ist begeistert: „Leoben ist vom Kremser Tempohandball überrollt worden – da war ein absoluter Klassenunterschied erkennbar.“ Belas will indessen weiter an den Schwachstellen schleifen: „Ein paar blöde Fehler haben wir uns geleistet – für meinen Geschmack ist Leoben zu zu vielen Toren gekommen.“