Erstellt am 13. Oktober 2015, 14:09

von Florian Braunauer

Mit zweitem Gesicht zum Denkzettel. Die Kremser spielen in Zwettl beinahe wie ausgewechselt, der Kapitän Erwin Denk analysiert die Partie.

Ein Bild, zwei Derby-Helden. Hinten hielt Tormann Martin Schlögl wieder einmal alles, vorne agierte Gregor Schmidt glücklich und effizient - 2:0. Bei den defensiv-starken Zwettlern blieb der Kremser SC (li. Daniel Bayer, re. Erwin Denk) erstmals nach acht Spielen ohne Torerfolg.  |  NOEN, Foto: Michael Salzer

NÖN: Nach zuletzt starken Auftritten erinnerte das Kremser Spiel in Zwettl nicht an die gewohnte Überlegenheit. Woran lag das?
Erwin Denk: Wir haben gegen Zwettl ein anderes Gesicht gezeigt, so spielt der Kremser SC wir normalerweise nicht. Das war einfach ein schlechtes Spiel von der gesamten Mannschaft heute.

NÖN: Nach sechs Siegen en suite war das heute die erste Niederlage, fehlt die Konstanz?
Nein, das würde ich so nicht sagen. Wir haben einige Mankos, die uns verfolgen, wie Standardsituationen, die uns oft auf den Kopf fallen. Von unseren 16 Gegentoren haben wir knapp die Hälfte nach ruhenden Bällen kassiert. Dass uns die Konstanz fehlt, ist für mich aber der falsche Ausdruck.

NÖN: Wie ist die Stimmung im Team nach dieser Niederlage?
Ich glaube, dass jeder sauer auf sich selbst ist und genau weiß was er falsch gemacht hat. Wir halten zusammen und werden sicherlich nichts

NÖN: Um eine Zwischenbilanz zu ziehen - wie kommt das Team mit der neuen Trainerphilosophie zurecht?
Gut, das Training ist qualitativ hochwertig und jeder weiß was er zu tun hat. Natürlich funktionieren die Ideen des Trainers nicht auf Anhieb, zuletzt wurde es aber immer besser. Wenn ich mich auf einen Zeithorizont fixieren müsste, glaube ich, dass wir in der Winterpause ein erstes aussagekräftiges Zwischenfazit ziehen können.

NÖN: Nach deinem Platzverweis musst du am Freitag von den Rängen mitfiebern, was willst du deinen Team mit auf den Weg geben?
Jeder Mann auf dem Rasen muss sich wieder besinnen und seine gewohnte LEistung abrufen, nur so können wir wieder unseren gewohnten Fußball zeigen. Wenn uns das alles gelingt, sind wir sicherlich wieder Anwärter auf einen Heimsieg im Sepp-Doll-Stadion.