Erstellt am 28. Juni 2016, 06:38

von Wolfgang Wallner

Christian Neiß ist Spitze im „Chevy“. Der Mauterner Christian Neiß behielt im tschechischen Kurvenlabyrinth die Übersicht: ein Tagessieg, ein zweiter Platz.

Im Autodrom von Most im Spitzenfeld. Der Mauterner Christian Neiß in seinem Chevrolet Cruze. Pfister Racing/Petr Fryba  |  NOEN, Pfister Racing/Petr Fryba

Christian Neiß fühlte sich pudelwohl im Kurvenlabyrinth von Most. Die anspruchsvolle Strecke im tschechischen Autodrom nahe der deutschen Grenze (30 Kurven auf gut vier Kilometern Streckenlänge) kamen dem Mann aus Mautern entgegen. Er setzte sich bei den Läufen fünf und sechs zum „Chevrolet Cruze Eurocup Markenpokal“ toll in Szene. Angefeuert von tausenden Tourenwagenfans, die dank Neiß & Co. auf ihre Kosten kamen.

 |  NOEN

Im Qualifying konnte sich Neiß bei wechselnden Witterungsbedingungen am besten einstellen, fuhr auf letztlich trockener Strecke zur Pole Position. In seinen Windschatten klemmte sich gleich nach dem Start Landsmann Wolfgang Kriegl. „Trotz des Drucks von hinten hab ich mir keinen Fehler erlaubt“, freut sich der 40-Jährige. Er feierte einen Start-Ziel-Erfolg und seinen bereits zweiten Sieg in Most für sein Team Pfister Racing. Kriegl war heiß auf Revanche. Das ließ für das zweite Rennen am Sonntag einiges erhoffen. Neiß kam von Startposition eins gut weg, setzte sich an die Spitze. Dahinter entbrannte ein spannender Positionskampf, in dem sich Kriegl nach vor schob. Und der Österreicher war zur Stelle, als Neiß in der ersten Schikane ein Fehler unterlief. Der Kremser musste seinen Rivalen passieren lassen. Kriegl holte sich den zweiten Lauf und die Gesamtführung im Markenpokal. Neiß rangiert auf Rang vier.

Nach der Sommerpause geht‘s mit dem „Chevy-Cup“ Ende August am Slovakia-Ring weiter.