Erstellt am 06. Oktober 2015, 00:17

von Stefan Berndl

Nach Heimdebakel Reißleine gezogen. Droß-Trainer Jürgen Gedl stellte sich nach der bitteren Niederlage die Sinnfrage und trat als Coach zurück.

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Nach etwas mehr als zweieinhalb Jahren ist Schluss. Jürgen Gedl nahm nach der 1:6-Pleite gegen Ruppersthal seinen Hut und trat als Trainer in Droß zurück. „Ich fühle mich ein wenig leer, daher war es das Beste, jetzt einen Schlussstrich zu ziehen“, so Gedl. Der Droßer spielte schon länger mit dem Gedanken, nun setzte er ihn in die Tat um.

So suchte er im Anschluss an das Heimdebakel das Gespräch mit den Vereinsverantwortlichen und teilte ihnen seine Entscheidung mit. „Ich muss mir jetzt einfach eine Pause gönnen. Wir sind aber im Guten auseinandergegangen“, stellt Gedl fest. Das bestätigt auch Sektionsleiter Michael Pemmer: „Er hat als Trainer ausgezeichnete Arbeit geleistet, wollte aber immer oben mitspielen.“ Das wollte in den letzten beiden Saisonen aber nicht wirklich klappen. „Wir haben uns immer viel vorgenommen und gut gearbeitet, uns dann aber meist selbst um die Früchte der Arbeit gebracht. Ich kann den Spielern aber keinen Vorwurf machen“, sagt Gedl.

Das 1:6 war dann dennoch des Guten zuviel. „Ich habe gemerkt, dass ich die Spieler und mich selbst nicht mehr so motivieren kann, wie ich das gerne möchte“, erklärt der Droßer, „Ich muss jetzt meine Akkus wieder auffüllen.“ So will sich Gedl zumindest bis zum Winter eine Pause gönnen: „Ich hätte das eine oder andere Angebot, will jetzt aber wirklich erst einmal abschalten.“ Wie und wo es dann weitergeht, lässt er sich offen. Und auch eine Rückkehr nach Droß schließt er nicht aus. „Sag niemals nie. Vielleicht komme ich in zwei, drei Jahren wieder zum Verein zurück.“

Wer ihm in Droß nun nachfolgt steht ebenfalls noch in den Sternen. „Wir werden diese Woche einen Übergangskandidaten suchen und in der Winterpause dann weiterschauen“, stellt Pemmer fest.