Erstellt am 24. Mai 2016, 05:04

von Verena Bauer

New York im Blick. Ein hellwacher Norbert Lechner eroberte beim Lauf auf das"One World Trade Center" den dritten Gesamtrang.

Sonnenaufgang über New York: Auf der Aussichtsterrasse des "Freedom Tower" tummeln sich sonst unzählige Touristen. Wer früh aufsteht und im Stiegenhaus Gas gibt, darf diesen Anblick wie Norbert Lechner fasst alleine genießen.  |  NOEN, privat

Auf historisch bedeutsamem Terrain stieg Norbert Lechner in die Höhe: Er startete gemeinsam mit 1.000 Athleten beim Lauf auf das „One World Trade Center“ in New York – mit seinen 541 Metern das derzeit höchste Gebäude der USA und vierthöchste der Welt.

Diesmal nutzte Lechner seinen Jetlag aus: „Startzeit war um 5 Uhr früh, also war bereits um 3 Uhr Tagwache angesagt“, so Lechner. „Wenn man aus Europa kommt, kann man in der Nacht ohnehin nicht schlafen!“

"Für mich absolutes Neuland"

Für den studierten Sportwissenschaftler war es nach drei Teilnahmen am „Empire State Building Run Up“ der vierte Start in der nordamerikanischen Metropole. „2012 war von diesem Wolkenkratzer noch nicht viel zu sehen“, erzählt der Experte für Hochhäuser. „Das Observation Deck war innen noch nicht fertiggestellt.“

Ungewöhnlich, aber verständlich: die Kontrollen vor dem Lauf. „Wie die Besucher mussten wir durch die Sicherheitsschleusen“, schildert Lechner. „Wir durften keine Uhr tragen, stattdessen gab es eine Manschette für Arm. Außerdem wurde der Reisepass kontrolliert; für mich absolutes Neuland.“

Lechner absolvierte das überaus harte Rennen über die 2226 Stufen in 15:32 Minuten. Als Belohnung gab es die Bronzemedaille – und einen unvergleichlichen Blick auf Manhattan.