Erstellt am 02. Februar 2016, 09:27

von Michael Salzer und Wolfgang Wallner

Niederlage verleiht den Adlern Flügel. Die Waldviertler Spielgemeinschaft verlangte dem Tabellenführer trotz einiger Ausfälle alles ab - 4:5!

Voller Körpereinsatz. Patrick Kern (Mitte) brachte die Spielgemeinschaft Krems/Zwettl in Führung, ehe der Spitzenreiter aus dem Mostviertel den Tor-Turbo zündete.  |  NOEN, Horst Sommer

AMSTETTEN - KREMS/ZWETTL 5:4.

Aus dieser Niederlage können die Cracks der SG Krems/ Zwettl einige positive Erkenntnisse mitnehmen. „Wenn wir in den kommenden Play-off-Partien so konzentriert agieren wie im letzten Drittel, können wir auch vermeintlich stärkere Gegner überraschen“, glaubt KEV-Sektionsleiter Florian Schrey. Denn den Schlussabschnitt in Amstetten gewannen die heimischen „Hockey-Adler“ mit 3:0. Da war die Partie allerdings längst entschieden.

Mit einem sehr kleinen Kader trat die Spielgemeinschaft Eagles/Hurricanes die Reise zum Tabellenführer an. Die Plätze fürs Play-off waren schon vorher gebucht, dennoch entwickelte sich eine packende Partie. Patrick Kern nutzte eine Unkonzentriertheit der Gastgeber zur raschen Führung. Die weckte die Wölfe auf, flott egalisierten sie den Rückstand und bauten enormen Druck auf. „Sie haben beinahe mit vier Linien agiert, wir hatten nur zwei zur Verfügung“, verweist Schrey auf die ungleichen Voraussetzungen. Mit dem hohen Tempo der Mostviertler kamen die Gäste nicht mit, gerieten mit 1:5 in Rückstand.

„Gegen die Tullner  ist alles möglich“

ch die Moral der Waldviertler war längst nicht gebrochen: Im Schlussabschnitt brachte ein gutes Powerplay den zweiten Treffer für die SG, diesmal durch Antonin Vesely. Zweieinhalb Minuten später verkürzte Nico Toff auf 3:5. Als dann Patrick Kern nach Zuspiel von Toff den Abstand auf ein Tor minimieren konnte, kam noch mehr Hoffnung auf bei den Gästen. Der Außenseiter probierte alles, nahm Keeper Florian Goriupp heraus und ersetzte ihn durch einen Feldspieler – leider ohne Happy End!

„Da wäre viel mehr drin gewesen, genauso wie im gesamten Grunddurchgang“, bilanzierte Hurricanes-Obmann Karl Kuchelbacher. „Jetzt müssen wir im Halbfinale unser volles Potenzial, hochkonzentriert spielen! Die Tullner haben wir im Grunddurchgang schon einmal geschlagen – da ist alles möglich!“