Erstellt am 14. September 2015, 08:13

von Wolfgang Wallner

"Nur schwer zu toppen". Nach dem Bundesliga-Triumph seines Teams denkt Erich Amplatz schon an die Zukunft.

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Manchmal fehlen auch Erich Amplatz die Worte. "Es ist eigentlich unglaublich, was sich heuer abgespielt hat", sagt der ehemalige Tischtennisprofi, der nun höchst erfolgreich in der Radsportszene mitmischt. Sein Rennstall Amplatz BMC hat die international besetzte Rad-Bundesliga dominiert. Sowohl im Einzel als auch in der Mannschaftswertung ging der Sieg nach Langenlois. „Das ist das Größte, was es in Österreich zu gewinnen gibt“, rückt Amplatz den Erfolg ins rechte Licht.

Andi Bajc als Solo-Sieger und das Team, das die favorisierte Felbermayr-Equipe deklassiert hat, krönen eine Ausnahmesaison. „Wir haben ja nicht irgendwie gewonnen, sondern waren absolut dominant“, schildert der Rennstallchef. Ein wichtiges Puzzleteil im Erfolgsmosaik ist Teamchef Luka Zele. „Mit ihm ist uns ein guter Griff gelungen, er arbeitet irrsinnig gut“, streut Amplatz dem sportlichen Leiter Rosen. Dass diese Saison „nur schwer zu toppen sein wird“, weiß Amplatz. Seine Devise für das kommende Jahr: „Wir dürfen die Füße nicht hochlegen, sondern müssen weiter strampeln.“

Das werden die Kamptaler mit der bewährten Truppe machen. „Sämtliche Stammfahrer bleiben, das war mir wichtig“, unterstreicht Amplatz. So streift mit Max Kuen der beste Österreicher im Team auch 2016 das Amplatz-Trikot über. Noch nicht ganz fix ist der Verbleib von Dennis Paulus. „Es geht nun darum, das Level zu halten, auf dem wir angekommen sind“, erklärt Amplatz. „Das wird schwer genug werden. Die Konkurrenz schläft nicht.“

Hauptsponsor Dr. Auer hat verlängert, die Partnerschaft mit BMC geht in die nächste Runde. Und der nächste Schritt zu internationalen Rundfahrten wie Giro d‘Italia, Vuelta oder Tour de France? „Der wäre mit enormen Investitionen verbunden“, erklärt der Rennstallboss. „Dafür müsste es einen wirklich großen Sponsor geben.“

„Der Teamgeist macht uns stark!“ Der Langenloiser Erich Amplatz feiert mit seinen Schützlingen den Erfolg auf ganzer Linie bei der Rad-Bundesliga (im Bild). Der Radstall wurde seinen eigenen Erwartungen gerecht und etablierte sich als stärkstes nationales Team.

Die Wiesbauer-Radbundesliga hat Andi Bajc souverän für sich entschieden. Der Gesamtführende gewann auch den Abschlussbewerb im Rahmen der Schwazer Radsporttage. Auch die Mannschaftswertung ging an das Team Amplatz BMC.

Momentan sind die Langenloiser bei der „East Bohemia Tour“ unterwegs. Am Samstag hat Jan Tratnik die Königsetappe über 166 Kilometer gewonnen.

radsportfotos/Kapfenberger