Erstellt am 09. August 2016, 03:27

von Nikolaus Frings

Ein kleines Stück Kremser Geschichte. Der Steiner Ruderclub feierte in diesem Jahr bereits sein 140-jähriges Bestehen. Seit der Gründung 1876 hat sich einiges getan.

Ruderclub in Stein  |  Fotograf Rainer Schmid

Es war das Jahr 1936, als bei den Olympischen Sommerspielen in Berlin auch ein Stück Kremser Sportgeschichte geschrieben wurde. Die Olympioniken des Steiner Ruderclubs – Gregor Hradetzky und Fritz Landertinger – sicherten sich Edelmetall in ihren Bewerben. Nun, knapp 80 Jahre danach, wurde das manchmal auch politisch umstrittene Hradetzky-Denkmal an einen neuen Standort verlegt und im Zuge des 140-Jahr-Vereinsjubiläums auf dem Ruderclubgelände präsentiert.

Zwischen den Olympiasiegen und dem nunmehrigen 140. Wiegenfest lagen teils auch mühevolle Jahre, die vom Wiederaufbau des Vereins nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt waren. Dennoch wurden alle Hürden gemeistert, und der Steiner Ruderclub hatte beim vergangenen Sommerfest abermals Grund genug, sich selbst zu feiern.

Die Kontinuität macht sich bezahlt

„Das Fest war traditionell gut besucht und ein absolutes Highlight. Die Erlöse und Umsätze der Veranstaltung werden in Infrastruktur und Jugendarbeit des Vereins investiert, um weiterhin nachhaltig wirtschaften, aber auch langfristig gute, sportliche Rahmenbedingungen schaffen zu können“, erklärte Obmann Johann Allinger sein Erfolgsrezept. Kontinuität, die sich bezahlt macht, denn auch die Zahl der Vereinsmitglieder ist über die letzten Jahre stetig gewachsen. Mittlerweile sind es über 100 Sportler, die sich Mitglieder nennen und in eine aussichtsreiche Zukunft blicken dürfen.

Der 1876 durch die Kremser Tabaktrafik und private Gönner gegründete Ruderclub zählt nicht nur zu den ältesten Sportvereinen in Krems und Umgebung, sondern ist auch viertältester Verein der Stadt im Allgemeinen. „Wir sind uns auch unserer Aufgabe als ein kleines Stück Kremser Kulturgut bewusst und legen weiterhin großen Wert darauf, diese Art Tradition zu erhalten. Umso wertvoller ist es meines Erachtens gerade deswegen auch, in die Jugend zu investieren und ihnen eine sportlich hochwertige Per spektive bieten zu können“, fasst Allinger zusammen.