Erstellt am 22. März 2016, 00:14

von Verena Bauer

UHK Krems verliert in Hard den roten Faden. Der UHK Krems stolperte nach einer Serie an starken Partien gegen die "Roten Teufel" in eine klare Niederlage.

 |  NOEN, Horst Sommer 3550 Langenloi

HARD – KREMS 25:20.

„Wir haben uns unter Wert präsentiert und konnten nicht an die Leistung der letzten Spiele anknüpfen“, kommentiert Cheftrainer Ivica Belas die Niederlage der Kremser in der Sporthalle am See. „Hard hatte auch schlechte Momente, aber wir waren schlechter.“

Los ging es auf Augenhöhe: Krems spielte bis zur Hälfte der ersten Halbzeit sogar einen kleinen Vorsprung heraus. Nach einem Team-Time-out der „Roten Teufel“ wendete sich das Blatt aber langsam. „Wir haben es zu Beginn mit aller Gewalt versucht und nichts getroffen“, so Hard-Trainer Markus Burger. „Mit Geduld sind wir dann zum Erfolg gekommen.“

Roland Schlinger besorgte in Minute 23 das Führungstor. Den Vorsprung bauten die Harder bis zur Pause auf 11:8 aus. In Halbzeit zwei besserte sich die Chancenauswertung der Kremser nicht: „Im Angriff sind wir viel zu statisch ans Werk gegangen – das war einfach katastrophal“, kritisiert Belas.

Wachauer Offensive agierte ohne Konzept

Während die Harder Offensive – unterstützt von Marko Tanaskovic, der nach vier Monaten Verletzungspause sein Comeback feierte – sich weiter vom UHK absetzte, zog Goalie Golub Doknic den Kremsern den letzten Nerv. Doknic sorgte von Minute 38 bis 45 sogar für eine Wachauer Torsperre, die erst mit Günther Walzers Tor zum 21:14 durchbrochen wurde. „Wir sind uninspiriert ans Werk gegangen, der Rückraum hat diesmal ausgelassen“, meint UHK-Obmann Josef Nussbaum. „Das ist eine verdiente Niederlage.“ Belas improvisierten noch: Er schickte statt Tobias Schopf, dessen Frustration sich auf Gerald Zeiner konzentrierte, Kristof Vizvary und Andras Boszo auf die Platte. Der Harder Vorsprung war aber nicht mehr gutzumachen.

„Schon in der Vorbereitung auf das Match ging mir vieles gegen den Strich“, resümiert Belas. „Das Team hat sich auf alles Mögliche konzentriert: das Nationalteam, die Verhandlungen der Verträge. Nur nicht auf Hard. Da kann ich taktisch noch so viel vorbereiten – wenn die Mannschaft ohne den richtigen Willen auf das Feld geht, bringt das alles nichts. Wenigstens ist der Einbruch jetzt gekommen – so können wir uns für Bregenz und die Fivers wieder aufrappeln.“