Erstellt am 21. September 2015, 08:35

von Florian Braunauer

Weißes Ballet wird zum "Serienkiller". Mannsdorfs makellose Bilanz ist nach 90 packenden Minuten dahin, Krems ist neuer Viertplatzierter.

Flügelflitzer. Christoph Weber harmonierte auf der linken Seite gut mit Michael Schütz. Die beiden quirligen Spieler bereiteten der Mannsdorfer Defensive mit ihren schnellen Vorstößen oftmals Kopfzerbrechen.  |  NOEN, Horst Sommer

KREMS – MANNSDORF 2:1. Der ungeschlagene Tabellenführer reiste mit breiter Brust in die Wachau, doch auch die Heimischen hatten in den letzten Wochen ordentlich Selbstvertrauen getankt: Eine spannende Partie war garantiert.

Bei den Kremsern musste Christian Schragner krankheitsbedingt auf der Bank Platz nehmen, Lukas Marschall und Miro Slavov teilten sich somit die Spielmacherrolle. Zu Beginn blitzte gleich zwei Mal die Klasse Mannsdorfs auf, doch die Wachauer Defensive blieb standhaft.

Dann waren Christoph Fertl & Co an der Reihe: Christoph Weber setzte einen Ball aus kurzer Distanz knapp über die Querlatte, wenige Minuten später gelang Christoph Fertl eine Flanke á la Thomas Müller, die sich unhaltbar ins lange Kreuzeck senkte – die Basis für den Erfolg war gelegt. Nur sieben Minuten später war es dann wieder soweit: Nach einem Eckball zeigte Mannsdorfs Keeper Philipp Niebauer Unsicherheiten, Florian Bauer profitierte davon. Bei einem Gestocher entschied Referee Thomas Fuchs auf einen Treffer, gefolgt von lautstarkem Protest der Mannsdorfer Hintermannschaft, die den Ball nicht im Tor gesehen hatte. So oder so konnten die Kremser mit einem 2:0 im Rücken den Gang in die Kabinen antreten. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste erfrischt aufs Feld, zehn Minuten nach Wiederanpfiff wusste sich Daniel Bayer im eigenen Strafraum nur mehr mit einem Foul zu helfen. Den fälligen Strafstoß knallte Ignacio Diaz-Casanova Montenegro an die Stange, der Nachschuss von Nenad Panic saß dann aber.

Mannsdorf drückte auf den Ausgleich, war aber insgesamt vor Markus Posch zu ineffizient. Christian Schragner und Simon Temper brachten dann noch einmal frischen Wind. Letzterer bediente Miro Slavov und Patrick Hackl in der Schlussphase noch mit zwei Bilderbuch-Querpässen, die aber zu nichts führten.

„Den Arbeitssieg haben sich die Jungs verdient, jetzt können wir mit breiter Brust ins Cup-Match gehen“, freut sich Coach Stefan Kogler mit seiner Elf. Auf Leader Kottingbrunn fehlen den Kremsern nur mehr zwei Punkte, die Kogler-Kicker sind im Rennen um den Aufstieg also wieder mittendrin statt nur dabei.