Erstellt am 07. März 2016, 14:41

von Claus Stumpfer

Bertl toller Siebenter. Wilhelmsburger konnte sich bei einem der schwersten Tagesrennen aufgrund seiner Trial-Erfahrung vorn positionieren.

Der Wilhelmsburger Bertl konnte vor allem in der Qualifikation überzeugen, in welcher er problemlos den achten Platz erreichte. Das „Hells Gate“ zählt zu den härtesten Enduro-Rennen der Welt.  |  NOEN, zVg

Beim legendären Enduro-Klassiker "Hells Gate" in der Toskana ging der Wilhelmsburger heuer besonders motiviert an den Start. „Ich bin für die Tests extra früher angereist als im Vorjahr, doch dann war er anders als letztes Jahr, vor allem viel kürzer“, ärgerte er sich ein wenig. Zumindest konnten aber alle Schlüsselpassagen probiert werden.

In der Qualifikation mussten dann sechs Runden gefahren werden, pro Runde gab es eine Sonderprüfung. Für das Finale am Nachmittag qualifizierten sich wie gehabt nur die 30 schnellsten Fahrer, Bertl schaffte es als Achter locker dabei zu sein.

Das Finale beinhaltete dann typische Hells-Gate-Passagen, wie die künstlich gebaute Arena mit Superenduro-Hindernissen. Nach einer Stunde Fahrzeit im Finale durften die schnellsten 20 Fahrer weiterfahren, nach weiteren 30 Minuten waren nur mehr die schnellsten zehn dabei.

„Mir ist die Arena mit den eher schwierigen Hindernissen entgegen gekommen, da ich dabei meine Trial-Erfahrung ausspielen konnte“, schildert Bertl, der nach 2:30 Stunden auf dem siebenten Platz rangierte. Damit war für ihn das Rennen aber vorbei, weil danach die besten vier den Sieg unter sich ausmachten.

„Dieses Rennen zählt definitiv zu einem der härtesten Eintagesrennen der Welt, da man 8,5 Stunden am Motorrad verbringt, und das auf einer extrem anspruchsvollen Strecke, wichtige Passagen sogar noch in der Nacht“, ist Bertl begeistert. Auch die italienischen Fans bei diesem Hard-Enduro-Klassiker haben es ihm angetan. „Sie sind einfach nur der Wahnsinn, freuen sich über jeden Fahrer — eine gigantische Stimmung!“