Erstellt am 07. Juni 2016, 05:15

von Wolfgang Wallner

Eine Sekunde fehlt. Olympia wird zum Sekundenkrimi! Kaumbergs Jennifer Wenth verpasst ihre erste Limit-Chance nur knapp.

Trotz haarscharf verpasster Quali-Marke ist die Kaumbergerin Jennifer Wenth zuversichtlich für Rio.ÖLV/gepa/Kneissl  |  NOEN

Die hartnäckigen Wadenprobleme, mit denen sich Jennifer Wenth über Monate herumplagen musste, sind überstanden. Die Kaumbergerin stand beim WLV-Meeting nach neun Monaten wieder auf der Bahn. Und verpasste nur haarscharf die 15:40-Minuten-Marke über 5.000 Meter. Die hätten zur Bestätigung der Olympia-Norm gereicht.

„Der Ärger über die lächerliche Sekunde, die mir gefehlt hat, war natürlich groß“, räumt Wenth ein. Denn, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Niederösterreicherin das Ticket für Rio de Janeiro endgültig fixiert, scheint nun offensichtlich. Und so überwiegt bei der Kaumbergerin nach der ersten Enttäuschung schon wieder die Zuversicht. „Ein bisschen demütig muss ich schon sein“, erklärt Wenth, „mein Trainer und ich haben‘s in nur zwölf Wochen nach meiner Verletzung geschafft, ein solch hohes Niveau zu erarbeiten. Das zeigt mir wieder deutlich, dass man in so kurzer Zeit Berge versetzen kann.“

Denn in Wien war das Rennen für Wenth sicherlich nicht optimal, einige Überrundungen standen „am Programm“. Und letztlich fehlten der 24-Jährigen gerade einmal drei Hundertstel auf den schnellsten Mann des Meetings über die 5.000-Meter-Distanz, Stephan Listabarth (DSG Volksbank Wien).

Wenth weiß, worauf’s ankommt: „Jetzt heißt es gut weiter arbeiten, denn es sind weitere zehn Wochen Zeit bis Olympia und der nächste Berg wartet bestimmt.“