Erstellt am 08. Dezember 2015, 05:18

von Claus Stumpfer

Schock durch Unfall. Verletzung eines Trofaiachers sorgte für den größten Aufreger im Spiel — sonst waren die Falken zu überlegen.

Trofaiachs Patrick Pirolt hat die Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus verbracht, ist aber bereits wohlauf.  |  NOEN, zVg

St. Pölten- Trofaiach 35:26. Nur in den ersten zwanzig Minuten waren die Gäste ebenbürtig, dann machten Alen Markovic und Gunnar Prokop kurzen Prozess mit den Obersteirern. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit sorgten die Beiden für einen 8:1-Lauf, 12 der 17 Tore gingen vor der Pause auf ihr Konto. 17:9 lautete die Führung. Schade nur, dass Prokop im Jänner zum Bundesheer muss, und die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte wohl nicht ganz mitmachen kann.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war die Partie wieder umkämpfter. „Ein bisschen hab ich mich an letzte Woche erinnert gefühlt, aber diesmal haben die Jungs wieder die Kurve gekratzt“, blieb Trainer Ibish Thaqi eine Zitterpartie erspart — obwohl Markovic die Rote Karte sah.

Gezittert wurde in der Halle nur kurz um Trofaiachs Patrick Pirolt, der nach einem Zusammenstoß bei einem schnellen Konter reglos liegenblieb. Mit Verdacht auf eine Wirbelverletzung wurde Pirolt abtransportiert, doch nach einer Nacht im Landesklinikum gabs Entwarnung.

"Durchwachsene Leistung"

Nach 30 Minuten Zwangspause wurde das Spiel wieder angepfiffen, und die Falken fanden schneller ihren Rhythmus. Bis zur 55. Minuten war wieder eine 9-Tore-Führung herausgespielt, der Rest Formsache. Falken-Obmann Christian Nagl zeigte sich aber nicht begeistert: „ Eine durchwachsene Leistung gegen keinen wirklich starken Gegner!“