Erstellt am 12. Juli 2016, 05:49

von Claus Stumpfer

EM-Absage von Wenth. Die Siebenkämpferin Dadic präsentierte sich dafür bei der EM in Amsterdam in absoluter Topform - EM-Bronze!

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Die Kaumbergerin Jennifer Wenth, die für SVS-Leichtathletik läuft, hat ihr Antreten bei der EM in Amsterdam absagen müssen. Die 5.000-m-Läuferin hatte sich bereits in der vergangenen Woche beim Schnelligkeitstraining eine Adduktorenzerrung zugezogen. Tägliche Behandlungen haben die Probleme rasch kleiner werden lassen, die EM wäre für Wenth aber einfach noch zu früh gekommen.

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„Leichtes Training, flottere Dauerläufe und lockere Tempoläufe sind ohne Probleme möglich, aber in höheren Geschwindigkeiten ist es noch spürbar. In jedem anderen Jahr würden wir das Risiko eingehen, nicht aber im Olympiajahr“, erklärte Wenth.

Doch obwohl mit Wenth die Liste jener ÖLV-Athleten, die die EM nicht beenden oder gar nicht in Angriff nehmen konnten, auf fünf Athleten angewachsen ist (Lukas Weißhaidinger, Beate Schrott, Gerhard Mayer, Dominik Distelberger und eben Wenth), gab es am Ende einen historischen EM-Erfolg für Österreich zu feiern.

Ivona Dadic, 22-jährige Siebenkämpferin in Diensten der Sportunion St. Pölten, hat gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Bronze bei der EM, Olympialimit für Rio, und mit 6408 Punkten ihren eigenen österreichischen Rekord um 200 Punkte pulverisiert!

„Unbeschreiblich, mir fehlen die Worte“, meinte Dadic unmittelbar nach dem Sensations-Wettkampf. „Ganz ehrlich: Ich hatte vor der EM nicht für möglich gehalten, dass ich eine Medaille holen kann. Andererseits hab ich gewusst, was in einem Siebenkampf möglich ist und welches Potenzial ich noch nach oben habe. Ich habe diesen EM-Wettkampf von der ersten Sekunde an genossen. Vor allem, weil ich fit und in Topform bin. Und je mehr Leute im Stadion sind, umso mehr Spaß habe ich. Ich bin ein echtes Rennpferd.“

Weiter geht’s ab sofort mit dem Aufbau Richtung Olympia in Brasilien: „Heute wird gefeiert. Aber ab morgen heißt es wieder: Auf dem Boden bleiben und arbeiten, arbeiten, arbeiten!“

Gottfried Lammerhuber war als NÖLV-Präsident und Obmann der Union St. Pölten live vor Ort dabei und natürlich begeistert: „Herzliche Gratulation an Ivona zu einer absoluten Weltklasseleistung! 6408 Punkte sind der Lohn härtester Arbeit! Gratulation und auch großer Dank an das gesamte Team rund um die Trainer Gregor Högler und Philipp Unfried, die hier nichts dem Zufall überlassen und immer 150 Prozent Einsatz zeigen!“