Erstellt am 09. August 2016, 08:50

Die Nervosität steigt. Für die Kaumbergerin Jennifer Wenth und ihre Teamkollegen Schmirl, Schrott und Dadic wird es jetzt ernst in Rio.

Jennifer Wenth aus Kaumberg  |  NOEN

Neben Sportschütze Alexander Schmirl, der am Montag seinen ersten Olympia-Einsatz hat (die weiteren folgen am Freitag und Sonntag jeweils 14 Uhr), ist die Kaumbergerin Jennifer Wenth wohl das heißeste Olympia-Eisen aus dem niederösterreichischen Zentralraum.

Die 5.000-m-Läuferin greift aber erst am Dienstag, den 16. August mit dem Vorlauf ins Geschehen ein. Ein Weiterkommen und somit der Einzug ins Finale, das am Freitag darauf in Szene gehen wird, wäre allerdings eine mittlere Sensation. Primäres Ziel von Wenth muss es sein, ihren persönlichen Rekord zu verbessern. Nach der bislang durchwachsenen Saison schon kein leichtes Unterfangen, auch wenn sie nach dem Staatsmeistertitel in der Vorwoche jubelte: „Endlich fühlt sich Laufen wieder wie Fliegen an!“

Live in Rio wird Wenth auch Lebensgefährte Christoph die Daumen drücken. „Und alle meine ganzen Verwandten werden sicher vor dem Fernseher sitzen und mitfiebern“, weiß Wenth.

"Nichts zu verlieren"

Ein Gefühl, von dem ihre St. Pöltner Kollegin Beate Schrott derzeit wohl nur träumen kann. Die Hürdensprinterin weiß aber zumindest eins: „Nach dieser bislang verkorksten Saison habe ich in Brasilien nichts zu verlieren.“ Für sie beginnen die Bewerbe mit dem Vorlauf ebenfalls am 16. August, das Halbfinale wie auch das Finale, das sie 2012 in London noch erreicht hat, steigt dann tags darauf.

Die für Union St. Pölten startende Siebenkämpferin Ivona Dadic greift am Freitag, gleich zum Start der Leichtathletikbewerbe, ins Geschehen ein. Und setzt auf einen besonderen Talisman. Sie trägt stets ein Bild ihres vor acht Jahren bei einem Autounfall verstorbenen Bruders bei sich. „Ich habe immer ein Foto von ihm mit“, bekennt sie. Und: „Ich färbe mir bei Großereignissen immer die Nägel in den Nationalfarben!“ Auch diesmal werden die Fingernägel in rot-weiß-rot glänzen.