Erstellt am 24. Mai 2016, 05:44

von Claus Stumpfer

Rudolf im Top-Feld. Die für Hainfeld startende Michaela Rudolf schnappte sich in St. Pölten den Titel der drittbesten Österreicherin im Feld.

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Bei der zehnten Auflage des Ironman 70.3. am Sonntag in St. Pölten hatte die für Hainfeld an den Start gehende Michael Rudolf gut lachen. Beste Österreicherin wurde Simone Fürnkranz (Langenlois) als Achte in 4:41 Stunden. Lokalmatadorin Michaela Rudolf war drittbeste Österreicherin. Die Harlanderin W-50-Athletinkam in 4:46 Stunden zufrieden ins Ziel. „Es herrschten fast perfekte Bedingungen und dass es keinen Wind gab, war hier auf der Radstrecke einmal was anderes“, ließ sich nicht nur für sie die Mittagshitze dadurch verschmerzen. „Das hat zwar ein paar Minuten am Ende gekostet, aber es war eine super Vorbereitung auf Klagenfurt“, strahlte sie. Ganz vorne an der Spitze dominierten die Deutschen. Bei den Herren siegte wie schon im Vorjahr Andi Böcherer, der sich derzeit in der Form seines Lebens befindet. Bei fast 30 Grad absolvierte er den Halbtriathlon in fantastischen 3:52 Stunden, doch es sah dabei aus, als wäre er gar nicht ans Limit gegangen.

Der Startverzicht des St. Pöltner Dreifachsiegers Filip Ospaly aus Tschechien und dann noch der Ausfall des siebenfachen Klagenfurt-Siegers Marino Vanhoenacker erleichterte das Leben des Deutschen.

Eine Legende mit  „Patsch‘n-Pech“

Der legendäre 37-jährige Belgier hatte auch bei seinem vierten Start in St. Pölten kein Glück. Ein Reifenplatzer nach 32 Kilometern auf der Radstrecke beendete sein Vorhaben, sich endlich auch in St. Pölten in die Siegerliste einzutragen. „Jetzt muss ich nochmals nach St. Pölten kommen“, meinte er noch auf der Strecke, als er der NÖN enttäuscht den kaputten Hinterreifen zeigte. Für die Topleistung Böcherers fand aber auch er nur lobende Worte. „Seine Zeit war toll!“

Der Sieger: „Auch wenn es vielleicht anders ausgesehen hat, war das heute ein extrem schwieriger und wichtiger Sieg für mich, weil ich erstmals der Gejagte war!“, gab er im Ziel zu,