Erstellt am 17. November 2015, 02:58

von Romeo Felsenreich

Traisens Riel soll es in St. Pölten richten. Junge St. Pöltner Truppe geht in Graz unter. Traisens Tischtennisass wird in den kommenden Spielen einspringen.

Tischtennisass Walter Riel ist jetzt auch im Volleyball-Bundesligaeinsatz für St. Pölten. Foto: CS  |  NOEN, Stumpfer

GRAZ – ST. PÖLTEN 3:0. Das Verletzungspech nagt an St. Pöltens Niveau. Denn ohne ihre Stammspieler Stefan Ratheyser und Spielertrainer Manuel Leitgeb konnten die USP-Panthers im Gegensatz zu früheren Duellen diesmal nicht ansatzweise mit Graz mithalten.

„Sie waren in jeder Hinsicht um eine Klasse stärker“, erklärt ein deshalb stark mitgenommener Leitgeb, der sich für die nächsten Wochen etwas gutes einfallen lassen musste.

Wie gegen Perchtoldsorf probierte man es mit Robert Kirkovics im Angriff, doch der erhoffte Überraschungseffekt blieb aus. In jedem Satz hinkte man hinterher. Selbst als Graz gegen Ende des zweiten Satzes zurückschaltete, war man maximal ebenbürtig. „Das hat dann natürlich auch auf die Stimmung gedrückt“, erzählt Leitgeb.

Als erste Notfallmaßnahme soll nun das Traisner Tischtennisass Walter Riel das St. Pöltner Team verstärken. Zumindest so lange, bis die Verletzten zurückkehren. „Ich habe mit Riel schon in der Schülerliga gemeinsam gespielt“, kennt Leitgeb dessen Qualitäten. „Er soll uns am Aufspiel verstärken und seine positive Energie ins Team mitbringen.“

Riel trat bisher nur als Edelfan, der kaum ein Spiel in den letzten Jahren verpasst hat, in Szene. Nun soll er als sportliches Multitalent aushelfen — ganz wie Stefan Ratheyser, der eigentlich Badminton-Bundesligaspieler in Pressbaum ist — und den er nun ersetzen soll, da der wegen einer Knöchelverletzung länger außer Gefecht ist.