Erstellt am 18. Oktober 2016, 12:03

von Raimund Bauer

Gollinger bewältigte Schlacht in Kona. Der Gollinger Andreas Fuchs bewältigte den Ironman in Hawaii. Mit einer Zeit von knapp elf Stunden überquerte er die Ziellinie und landte in der M50 auf Rang 56.

Gegen den Wind. Andreas Fuchs musste gegen den heftigen Wind in Hawaii ankämpfen.  |  NOEN, privat

„You are an Ironman!“ Diese Worte hören die Finisher beim Ironman in Hawaii. Nach über zehn Stunden schallte der Satz auch in den Ohren von Andreas Fuchs. „Ein unglaubliches Erlebnis“, ist der Gollinger auch nach einer Woche immer noch euphorisiert. Dabei war für Fuchs eine Teilnahme beim Ironman nie das erklärte Ziel. „Als ich vor dreieinhalb Jahren mit dem Triathlon begonnen habe, waren für mich Langdistanzen und vor allem die Ironman Weltmeisterschaft nicht vorstellbar“, erklärte der 51-Jährige.

„You are an Ironman“. Diese Worte hörte Fuchs im Ziel.  |  NOEN

Doch nach über tausend Stunden an Trainings im Wasser, am Rad oder laufend, war es letzte Woche endlich so weit. Zuerst standen die 3,86 Kilometer im Pazifik am Programm. „Die Stimmung beim Schwimmstart war unglaublich. Es war wie ein Kessel, in dem die Zuschauer auf den Start warteten“, schilderte Fuchs seine Eindrücke. Der Kampf um die Positionen sowie die hohen Wellen verhinderten eine bessere Schwimmzeit. Nach einer Stunde und 22 Minuten kam der Gollinger aus dem Wasser und hatte nun die 181 Kilometer und 1.700 Höhenmeter per Rad zu bewältigen. Vor allem der starke Wind sowie die hohe Luftfeuchtigkeit machten den Athleten zu schaffen. „Der Wind war ab Kilometer 150 sehr heftig und meine Kräfte ließen bereits nach“, berichtete Fuchs.

Der Torturen noch nicht genug, bildet der Marathon den Abschluss. Ab Kilometer 16 ging es auf einem Highway entlang. „Ohne Zuschauer, die einen pushen, ist man ganz auf sich allein gestellt. Jeden Kilometer spürt man in den Knochen und ich habe mich regelrecht von Labstelle zu Labstelle gekämpft“, sagte Fuchs. Durch starke Willenskraft übertauchte Fuchs mehrere Krämpfe und erreichte das Ziel in 10 Stunden 44 Minuten (56. in der Altersklasse M50). Gleich danach stand für den Extremsportler fest: „Das war mit Sicherheit nicht das letzte Mal hier auf Hawaii. Die Erfahrungen machen mich noch stärker.“