Erstellt am 15. September 2015, 08:00

von Raimund Bauer

Neue Trendsportart schlägt Wellen. Der Ybbser Andreas Mistelbauer-Obernberger errang in Lignano den dritten Rang beim Stehpaddeln. Immer mehr verbreitet sich in Österreich eine neue Sportart: Stehpaddeln.

Massenstart. 220 Athleten gingen in Lignano an den Start. Dabei flog direkt über den Sportlern ein Flugzeug, das die Farben der italienischen Flagge hinter sich herzog.  |  NOEN, Foto: privat

Dabei wird, auf einem Surfbrett stehend, mit einem Stechpaddel gerudert. „In meinen Augen die perfekte Bewegungsform, bei der das Herzkreislaufsystem, die Muskulatur und das Gleichgewichtssystem des Körpers stimuliert“, meint Sportwissenschafter und Athlet Andreas Mistelbauer-Obernberger.

Dieser nahm beim Rennen in Lignano (Italien) teil. Über 220 Teilnehmer stellten sich den zehn Kilometern auf dem offenen Meer. Die Herausforderung: Im Gegensatz zu den Binnengewässern in Österreich müssen die Athleten mit Wellen, Wind und Strömung kämpfen. „Dabei muss man immer das Gleichgewicht halten“, weiß Mistelbauer-Obernberger. Nach seinem ersten Platz beim letzten Bewerb in Podersdorf in der allgemeinen Klasse hatte er sich in Italien keine großen Chancen ausgerechnet.

„Da der Bewerb bereits zum sechsten Mal stattfand, waren auch zahlreiche Profis am Werk“, so der Wassersportler. Als er nach dem Massenstart schlussendlich als 21 ins Ziel kam, rechnete der Sporttherapeut nicht mit einem Podiumsplatz. „Deshalb habe ich die Siegerehrung nicht mehr abgewartet“, erklärte Mistelbauer-Obernberger.

Am Ende holte er sich jedoch überraschend den dritten Rang in seiner Boardkategorie 12.6.