Erstellt am 06. Oktober 2015, 06:02

Nächster Höhepunkt in junger Karriere. Der Kemmelbacher Jerome Liedtke fährt als österreichischer Vertreter zur Amateur-Weltmeisterschaft nach Ägypten.

Volle Konzentration. Jerome Liedtke hat sich in der österreichischen Snookerszene innerhalb von sieben Jahren in die Top-Acht nach vor gekämpft. Der 25-Jährige fährt von 2. bis 10. November zur Amateur-Weltmeisterschaft nach Ägypten.  |  NOEN
2009 begann Jerome Liedtke zum ersten Mal, sich näher für Snooker zu interessieren. „Snooker war für mich faszinierend. Das viele Taktieren und die Präzision bei den Stößen interessierten mich von Beginn an“, so Jerome Liedtke.

Was danach einsetzte, war eine besondere Erfolgsstory, die ihren zwischenzeitlichen Höhepunkt bei der Nominierung (durch ÖBSV) für die Amateur-Weltmeisterschaft in Ägypten endete. Vom 2. bis 10. November befindet sich der Kemmelbacher auf dem afrikanischen Kontinent. Aufgrund seines sechsten Ranges in der nationalen Wertung kam Liedtke erst überhaupt infrage.

In Niederösterreich ist er zudem die unumstrittene Nummer eins. „Das macht es aber auch nicht leicht. Bei Trainingsspielen wären gleich starke Gegner in der Nähe kein Nachteil“, meinte Liedtke. Mit zwei Wienern geht es nun nach Ägypten. Das Ziel: das Überwinden der Vorrunde.

Bei Titelgewinn winkt Pro-Ticket

Über 128 Akteure werden dabei teilnehmen und versuchen, den Titel zu sichern. Denn bei einem Gewinn winkt ein Profi-Ticket. „Aber das ist sehr unrealistisch für mich. Denn bei der Weltmeisterschaft sind Ex-Profis mit dabei, die nur schwer zu schlagen sind“, wusste Liedtke. Beim Snooker gibt es in der Weltrangliste lediglich 64 Profis.

Wer aus dieser Liste herausfällt, erhält wieder den Status als Amateur. Kein Österreicher hat im Moment einen Profistatus. Der größte Unterschied zwischen Amateur und Profi: die Konstanz. „Die Profis gewinnen mehrere Spiele in Serie auf höchste Niveau.

Da gehört vor allem Ausdauer dazu“, erklärte Jerome Liedtke.
Bis zur Weltmeisterschaft wird der 25-Jährige im eigenen Klublokal und Eigenheim täglich mindestens zwei Stunden an der Platte stehen. Zuvor bestreitet er noch einen Grand-Prix (höchste Liga in Österreich). „Ich freue mich aber schon auf die Weltmeisterschaft“, so Liedtke. Nach sieben Jahren Snooker eine hart erarbeitete Belohnung.

SPIELREGELN

Snookertisch: Ist mit seinen Maßen von 356,9 cm x 177,8 cm der größte Tisch aller Billarddisziplinen. Die Taschen sind dabei abgerundet, was das Versenken der Bälle erschwert.

Regeln:
- Gespielt wird mit 15 roten Bällen, einer weißen und sechs farbigen Kugeln.

- Zu Beginn der Aufnahme muss mit einem roten Ball (Wertigkeit ein Punkt) angefangen werden. Wenn dieser versenkt ist, folgt ein farbiger Ball (jeder mit einer eigenen Wertigkeit) nach Wahl. Danach muss wieder ein roter Ball versenkt werden.

- Farbige Bälle, die versenkt wurden, werden vor dem nächsten Stoß wieder auf den Ausgangspunkt gelegt.

- Sind alle roten Bälle versenkt, müssen die farbigen Kugeln in der Reihenfolge ihrer Wertigkeit eingelocht werden.

- Wer die meisten Punkte hat, hat gewonnen.