Erstellt am 08. September 2015, 07:50

von Raimund Bauer

Wagner trat zurück. Sarlings Trainer Thomas Wagner stellte bei den Spielern die Vertrauensfrage und zog danach die Konsequenzen. Nach zweineinhalb Jahren ist die Ära von Thomas Wagner beim FC Sarling als Trainer beendet.

 |  NOEN, zVg

Der Hauptgrund für den Rücktritt waren aber nicht die drei sieglosen Spiele zu Saisonbeginn. „Wir wollten mit ihm weiter machen. In der letzten Saison waren wir beste Frühjahrsmannschaft. Seit dem Sommer ist aber der Wurm drinnen“, erklärte Sektionsleiter Manuel Rosenegger.

Vor allem die schlechte Trainingsbeteiligung war ein Mitgrund, warum Thomas Wagner bereits im Sommer über einen Rücktritt nachdachte. „Da habe ich mir schon die Frage gestellt. Aber die Sportliche Leitung hat mich beruhigt und gesagt, es wäre nur eine Phase“, so Thomas Wagner. Die endgültige Entscheidung erfolgte am Montag. Vor dem Training stellte Thomas Wagner der Mannschaft die Vertrauensfrage. „Da sich vier Stammspieler für eine Veränderung aussprachen, habe ich nochmals das Gespräch mit der Sportlichen Leitung gesucht“, so Thomas Wagner.

Rosenegger übernimmt

Nach diesem Gespräch stand die Entscheidung: Der FC Sarling muss sich auf Trainersuche begeben. „Thomas hat gute Arbeit geleistet. Er wollte aber nicht mehr weiter machen, da nicht alle an einem Strang ziehen. Das akzeptieren wir“, erklärte Manuel Rosenegger. Der Sektionsleiter wird in den nächsten Wochen selbst das Training leiten. Bei der Suche nach einem Nachfolger von Thomas Wagner wollen sich die Verantwortlichen genügend Zeit lassen. „Wir waren ja nicht auf der Suche und haben jetzt keinen parat. Zudem muss er auch in das Budget passen“, erläuterte Manuel Rosenegger.

Der scheidende Trainer Thomas Wagner war nach dem Abgang gefasst: „Ich hatte eine schöne Zeit in Sarling. Das Team hat Potenzial und wird auch wieder vorne mitspielen.“ Auf die Frage, ob Wagner eine Auszeit einlegt, meinte dieser nur: „Meine Akkus sind voll aufgeladen. Ich bin in Sarling zurückgetreten, nicht weil ich nicht mehr wollte, sondern weil die Chemie mit einigen Stammspielern nicht mehr passte.“