Erstellt am 04. November 2015, 05:02

von David Aichinger und Dominik Siml

Zusätzliche Brisanz durch „Fall Rohatsch“. Wolkersdorf empfängt am Freitag Mistelbach. Mit Ex-Spielern in beiden Teams, und einem zwischen den Fronten.

Schlag ein. Michael Kures (Mitte) traf zum Wolkersdorfer 2:1, Thomas Hochmeister (re.) mit einem tollen Solo fast zum 3:1. Weil er im letzten Moment gestoppt wurde, wurde die Partie in Stockerau noch richtig spannend. Am Freitag geht's nun im Derby gegen Mistelbach.  |  NOEN, Kevin Kada

WOLKERSDORF - MISTELBACH, FREITAG 19.30 UHR. Derbytime! Bevor sich Wolkersdorf und Mistelbach ab Samstag in die Winterpause verabschieden, könnte es noch einmal richtig heiß werden. Am Freitag steigt das Derby in Wolkersdorf. Beide Teams haben bei ihrem letzten Auftritt gewonnen, müssten mit Selbstvertrauen in die Partie gehen.

SCW-Coach Stefan Hirczy sieht sein Team, das in der Tabelle drei Punkte hinter Mistelbach liegt, jedenfalls nicht als Underdog: „Wir spielen zuhause, da sind wir ungeschlagen. Der Gegner ist gut organisiert, und auch nach vorne immer für Etwas gut. Ich glaube, das wird keine schlechte Partie. Ich freu‘ mich extrem drauf.“

Mistelbach-Coach Peter Lackner bestätigt den Faktor Selbstvertrauen in seinen Reihen und hat für Freitag eine klare Mission: „Wir fahren nach Wolkersdorf, um ein geiles Match abzuliefern, werden sicher gut vorbereitet sein. Ich denke, es wird ein enges Spiel. Der Bessere soll am Ende gewinnen.“

Besondere 90 Minuten warten wie gewohnt auf alle, die auch schon das Trikot des Rivalen trugen. Bei Wolkersdorf sind das Zillinger und Kesinovic, bei Mistelbach Olschnegger, Stetter und Hosp. Auch wenn niemand ein ganz frischer Überläufer ist (Zillingers Wechsel im Juli 2014 war der letzte), ist die Vorfreude groß. „So viele Derbies hat man ja nicht“, sagt Olschnegger. Stetter stimmt zu: „Die Zuschauerzahl wird sicher hoch sein.“

„Er kommt schon lange nicht mehr 
aufs Training. Die Freigabe kriegt 
er nicht, da kann er trainieren wo er will.“
Mistelbach-Trainer Peter Lackner
über Rene Rohatsch.

Apropos Überläufer: Da könnte sich für Winter etwas anbahnen. Mistelbachs Rene Rohatsch, erst im Sommer aus Wiener Neustadt gekommen, hatte seinen letzten Einsatz im August. Aktuell trainiert der 20-Jährige in Wolkersdorf. Für Hirczy ist der Rechtsaußen interessant: „Er ist sauschnell, und wir müssen uns natürlich verstärken. Konkret ist da aber noch nichts.“

Geht es nach Mistelbach, wird es das auch nicht werden. Der FCM überwies im Sommer die Leihgebühr für ein Jahr nach Neustadt, pocht jetzt darauf, wie Lackner festhält: „Die Freigabe bekommt er nicht, da kann er trainieren, wo er will.“ Obmann Robert Martin bestätigt: „Genau so ist es.“ Dass dieses Thema für Freitag von Bedeutung ist, streitet Lackner aber ab: „Brisant ist für uns nur, dass wir ein Derby spielen.“