Erstellt am 13. April 2017, 11:26

von Peter Sonnenberg

Eishockey-Nationalteam: Auch die Oma fiebert mit. Der Wolkersdorfer Florian Baltram (20) schaute mit dem österreichischen Nationalteam in seiner Heimatgemeinde vorbei. Natürlich war auch sein größter Fan mit dabei.

Der treueste Fan. Florian Baltram (links) mit seiner Oma Katharina Müllebner sowie Erika und Gerald Geier in der Café-Konditorei Geier in Wolkersdorf.  |  Sabine Koller

Relativ kurzfristig entschloss sich das österreichische Eishockey-Nationalteam am Freitagvormittag, nach den beiden Testländerspielen gegen Schweden in Linz und Wien, in Wolkersdorf in der Filiale der Bäckerei Geier vorbeizuschauen.

Neben einem nahrhaften Frühstück (Tenor der anwesenden Fans und Zaungäste: „Die haben einen ordentlichen Appetit“) war Zeit für viele Autogramme, Fotos und Gespräche mit den rot-weiß-roten Cracks, die sich gerade in der finalen Vorbereitung auf die B-WM in Kiew von 22. bis 28. April befinden.

Besondere Aufmerksamkeit genoss Florian Baltram – kein Wunder, ist der 20-jährige Flügelstürmer von Red Bull Salzburg doch ein gebürtiger Wolkers dorfer. Deshalb waren nicht nur Freunde und ehemalige Mitspieler vom Wolkersdorfer Hobbyverein Grasshoppers, wo Baltram zum ersten Mal auf Schlittschuhen stand, mit dabei, sondern auch ein Großteil seiner Familie.

Unter anderem seine 87-jährige Großmutter Katharina Müllebner, die ihrem Enkel auch so oft es geht vor Ort auf die Beine schaut. „Ansonsten schaut sie jedes Spiel im TV und ist zur richtigen Eishockey-Expertin geworden. Wenn meine Tante nach einem Spiel zu ihr rüberkommt, dann wird gleich analysiert, was ich warum gemacht hab“, schmunzelt Baltram. „Nur manchmal geht es ihr im Fernsehen ein wenig zu schnell.“ Deshalb ist die rüstige Weinviertlerin ab und zu auch noch im Stadion, wie zuletzt im Vorjahr in Wien.

Stichwort Wien: Dort traf Baltram vergangene Woche auf den mehrfachen Weltmeister und Olympiasieger aus Schweden. Die Österreicher verloren nur knapp 3:4, laut Baltram „haben wir eine gute Figur abgegeben“.

Ob der Weinviertler mithelfen wird, das große Ziel, den Wiederaufstieg in die A-Gruppe, realisieren zu können, entscheidet sich am kommenden Montag. Dann nominiert Teamchef Ralph Bader sein endgültiges Aufgebot. „Ich bin optimistisch, aber selbst, wenn ich noch durch den Rost fallen sollte, geht die Welt auch nicht unter. Ich bin noch jung und werde in Zukunft sicher meine Chancen bekommen. Aber eine Ehre wäre es schon“, so Baltram.

Diese Zukunft wird in den nächsten zwei Jahren noch Red Bull Salzburg heißen, denn so lange geht der Vertrag des Youngsters noch.

Bereits in der kommenden Spielzeit soll das bittere Halbfinal-Aus gegen den KAC vor zwei Wochen wieder vergessen gemacht werden. „Denn unser Anspruch bei Red Bull ist immer der Titel.“