Erstellt am 18. November 2015, 05:03

von Peter Sonnenberg

Bissige „Bulldogge“. Der Wolkersdorfer Profispieler Robert Lembacher mischt mit seinen Dornbirn Bulldogs die Erste Bank Eishockeyliga auf.

Zurück im Dress des Nationalteams. Robert Lembacher (links) bei der Euro Ice Hockey Challenge im polnischen Katowitz gegen Polen und Krystian Dziubinski.  |  NOEN, APA/PAP/Andrzej Grygiel

Knapp die erste Saisonhälfte der Erste Bank Eishockeyliga ist gespielt und der Wolkersdorfer Robert Lembacher kann mit seinen Dornbirn Bulldogs eine erste positive Zwischenbilanz ziehen.

Mit Platz fünf liegen die Vorarlberger souverän auf Play-off-Kurs, auch dank der soliden Leistung von Lembacher. Der 26-Jährige wurde deshalb wieder in das österreichische Eishockeynationalteam einberufen und spielte alle drei Spiele der Euro Ice Hockey Challenge im polnischen Katowitz.

Mit einer blutjungen und fast nur aus Spielern der einheimischen Liga bestehenden Mannschaft belegten Lembacher und Co. Platz zwei hinter Slowenien. Für den dadurch schon als Routinier zu bezeichnenden Weinviertler eine interessante Erfahrung: „Ich war wirklich einer der Ältesten. Jetzt konnte ich einmal jüngeren Spielern mit Rat und Tat zur Seite stehen.“

Bis Weihnachten ist er im Dauereinsatz mit seinen „Bulldoggen“, die mittlerweile auch eine kleine Euphorie in Vorarlberg ausgelöst haben. „Am Wochenende hatten wir jedes Mal an die 4.000 Leute in der Halle, da tut sich was“, erzählt Lembacher. Da wurde auch Tabellenführer Red Bull Salzburg mit 4:0 vom Eis gefegt. „Aber Ausruhen ist verboten, einfach weitermachen und Vollgas geben.“


Hintergrund

Zur Person: Robert Lembacher wurde am 24. Juni 1989 geboren und stammt aus Wolkersdorf. Er begann seine Karriere bei den Wiener Eislöwen, ehe er bei den Vienna Capitals erste Profiluft schnuppern
konnte.

Nach zwei Auslandsstationen in Schweden (Lulea und Pitea) kehrte er 2009 nach Österreich, genauer nach Salzburg, zurück. Ein Jahr später folgte der Wechsel zu den EC Graz 99ers, wo er fast drei Jahre lang Stammspieler war und den Sprung ins Nationalteam schaffte.

2013 wechselte er zu den Dornbirn Bulldogs, wo er bis heute unter Vertrag steht. In der laufenden Spielzeit stand er bei allen 20 Saisonspielen auf dem Eis und gab drei Assists. Auf sein erstes Saisontor wartet er noch.
Foto: privat