Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:02

von David Aichinger

Der Basketball-Feiertag. Mistelbach fuhr am Nationalfeiertag rund 400 Kilometer nach Radenthein (Kärnten). Gefeiert wurde trotzdem.

Rückkehr mit Lächeln. Florian Duck (Bild) und seine Mistelbacher traten die fünfstündige Heimreise mit einem Sieg im Gepäck an.  |  NOEN, Aichinger
2. Bundesliga
Für die Delegation der Mistelbach Mustangs verwandelte sich der Nationalfeiertag am Montag in einen Basketball-Feiertag. Um 18.30 Uhr war Spielbeginn im tiefkärntnerischen Radenthein, bei einer fünfstündigen Anreise war also kaum an etwas anderes zu denken, als das Spiel.

So ganz bei der Sache dürften die beiden Teams aber doch nicht gewesen sein, vor allem defensiv. Mit insgesamt 210 Punkten hatte die Partie einen unglaublich hohen Score. „Wir haben es nie geschafft, die nötige Aggressivität in der Defense auf den Platz zu bringen“, fand Mustangs-Trainer Martin Weissenböck, „der Gegner aber genauso nicht. Defensiv war das eigentlich furchtbar.“

Vor allem Radentheins ‚Großer‘ Vjeran Soldo tat Mistelbach richtig weh, und auch die Eins-gegen-Eins-Situationen mit den Guards gingen vor der Pause meist verloren. Weissenböck stellte in der Pause auf Zonenverteidigung um – das klappte. Im dritten Viertel ging‘s von -9 auf +7. Mit einem Dreier von Michal Semerad war die Partie ganz am Ende gegessen. Die nächtliche Heimfahrt machte so natürlich mehr Spaß.

Weiter geht‘s am Samstag mit dem „EVN-Spiel“ gegen KOS, wofür sich der Vorstand wieder einiges hat einfallen lassen. Unter den Jahreskarten-Besitzern wird etwa eine Flugreise verlost.

Flyeralarm Cup
Schon am Samstag war Mistelbach im Cup im Einsatz. Coach Martin Weissenböck bereitete sein Team gut auf das Erstrundenspiel bei Wienerliga-Verein Döbling vor, legte seiner Truppe nahe, es ja nicht leichtfertig anzugehen. Und seine Worte dürfte angekommen sein.

Mistelbach zog sofort das Tempo an, führte schon im zweiten Viertel einmal um 34 Punkte. Schon zur Pause hatten alle zehn Mustangs-Spieler Einsatzzeit gesammelt. Im dritten Viertel ließ Mistelbach dann kurz nach, eng wurde es aber nie. Den Gegner in der zweiten Runde, in der nun auch die Bundesliga-Teams einsteigen, erfährt Mistelbach erst.