Erstellt am 11. Mai 2016, 08:24

von Peter Sonnenberg

Der Beste der Welt?. Der Großengersdorfer Lukas Windischberger (24) arbeitet hart am großen Traum, die neue Nummer eins der Welt zu werden.

Optimistisch in die Zukunft. Lukas Windischberger aus Großengersdorf.  |  NOEN, privat
Das Weinviertel bleibt weiter das Maß aller Dinge der österreichischen Racketlon-Szene. 

War es in den letzten Jahren der Obersulzer Christoph Krenn, der es bis zum Weltranglistenersten schaffte, scheint nun der Großengersdorfer Lukas Windischberger in seine Fußstapfen treten zu können.

Derzeit liegt der 24-Jährige auf Platz vier der Weltrangliste und ist damit zweitbester Österreicher.

Zur Poleposition fehlt nicht mehr viel, schlug er doch die rot-weiß-rote Nummer eins Michael Dickert in den letzten vier Begegnungen. „Alles nur eine Frage der Zeit“, so Windischberger lachend.

Einzig der weltbeste Racketlonspieler, der Däne Jesper Ratzer, ist aktuell noch eine Nummer zu groß. Doch auch da verfolgt der Großengersdorfer einen Plan: „Ich weiß, dass er im Badminton fast unschlagbar ist, deshalb muss ich mich auf die anderen Sportarten konzentrieren.“

Aus diesem Grund spielt er seit September auch für Bad Vöslau Squash in der Bundesliga und machte entwicklungstechnisch einen großen Schritt nach vorne.

Zum Vergleich: Lag er Ende August in der Weltrangliste noch auf Platz 20, ist es jetzt der vierte Rang. Auch Einsätze in der 2. Badminton-Bundesliga untermauern, dass es der Weinviertler ernst meint.

Jetzt gilt es, auch die schwächste Disziplin, das Tischtennis, zu stabilisieren: „Da bin ich absolut unberechenbar, auch für mich selbst. Manchmal klappt es gut, dann wieder schlecht."

Die ersten Super-World-Tour-Turniere (Anm.: vergleichbar mit den Masters- 1000-Turnieren im Tennis) bewiesen aber, dass sich die harte Arbeit von Windischberger auszahlt: In Prag musste er sich nur Ratzer im Finale beugen und kam in dessen Spezialdisziplin bis auf zehn Punkte heran.

Weiter geht es Anfang Juni mit dem SWT-Turnier in Belgien, ehe im Juli die Team- und Doppeleuropameisterschaften in Dänemark stattfinden.

Dort sollen ein paar Medaillen her: „Im Team und im Mixed-Bewerb habe ich sehr, sehr gute Chancen. Alles andere als ein Podestplatz wäre da eine Enttäuschung.“

Vor allem im Mixed mit der Protteserin Christine Seehofer, der Nummer eins der Welt, sollte der Weg zum EM-Titel nur über die beiden führen.