Erstellt am 17. Mai 2017, 03:29

von Peter Sonnenberg

Melzer spielt für Deutsch-Wagram. Gerald Melzer wird am Samstag in seiner

Wieder zurück auf heimischem Boden. Gerald Melzer spielt in seiner turnierfreien Zeit für seinen Stammklub, den TC Deutsch-Wagram, in der Landesliga.  |  APA/Georg Hochmuth

Da staunten die Zuschauer in Purgstall, oder genauer gesagt in der Halle in Gaming, wohin witterungsbedingt ausgewichen werden musste, nicht schlecht: Niemand geringerer als Gerald Melzer schlug beim Auswärtsspiel der Deutsch-Wagramer Landesligaherren im Mostviertel für die Marchfelder auf. Österreichs Nummer zwei, aktuell die Nummer 117 der ATP-Weltrangliste, führte seinen Heimatverein dann auch zum souveränen 8:1-Auswärtssieg.

Wie kam es überhaupt dazu, dass Melzer jun. dabei war? Der sportliche Leiter der Deutsch-Wagramer, Andreas Berenz, klärt auf: „Er trainiert derzeit in der Südstadt und wollte einfach Spielpraxis sammeln. Jürgen und er sind ja bei uns immer gemeldet. Und wenn so ein Spieler bei uns aufschlagen will, sage ich sicher nicht nein (lacht).“

„Jeder erwartet, dass ich alles gewinne, mich selbst eingeschlossen. Aber das sind auch keine Nasenbohrer.“ 
Gerald Melzer

Es war allerdings keine einmalige Sache, denn der 25-Jährige wird auch am kommenden Samstag in Deutsch-Wagram zu be wundern sein. „Ich hoffe, dass viele Fans den Weg auf unsere Anlage finden. So einen Weltklassespieler zu sehen, ist sicher nicht alltäglich“, so Berenz. Das mit dem UTC Stockerau ein Weinviertler Erzrivale zu Gast sein wird, macht das Duell doppelt interessant.

Was sagt Melzer selbst dazu? „Ich bin zu Hause, spiele immer gerne in und für Deutsch Wagram. Und wenn es dazu noch mit Freunden ist, macht es doppelt Spaß.“ Damit meinte er vor allem die Wagramer Nummer zwei Philipp Lang – sein bester Freund. Danach ist aber Schluss, denn direkt nach dem Einsatz in der Landesliga steigt Melzer in den Flieger nach Paris, um sich auf die Qualifikation für die French Open vorzube reiten.