Erstellt am 23. Dezember 2015, 05:38

von Peter Sonnenberg

Große Silberparty. Der Wolkersdorfer Florian Baltram (18) führte Österreichs U20-Nationalmannschaft zu Platz zwei bei der B-Heim-WM in Wien.

Aufsteiger: Florian Baltram aus Wolkersdorf überzeugte bei der Heim-WM.  |  NOEN, Red Bull

Der Abschluss bei der IIHF U20 Weltmeisterschaft Division I Gruppe A in Wien ging für die österreichische U20-Nationalmannschaft am Sonntagabend gegen Kasachstan zwar verloren, am Ende jubelte das gesamte Team um Kapitän Florian Baltram aber über die verdient gewonnene Silbermedaille.

„Keine von uns hätte damit gerechnet, viele von uns wären vor der WM für dieses Ziel ausgelacht worden“, strahlte der 18-Jährige von Red Bull Salzburg im NÖN-Telefonat. Einzig Lettland war zu stark und sicherte sich mit fünf Siegen aus fünf Spielen souverän Platz eins und den Aufstieg in die A-Gruppe mit allen Kapazundern wie Kanada und den USA.

Baltram selbst überzeugte aber genauso, wurde in das All-Star Team dieser B-Wm gewählt, schaffte drei Tore und drei Assists in sechs Spielen. Sein persönlicher Höhepunkt der 2.1-Siegtreffer gegen Deutschland. „Vor vielen Fans das entscheidende Tor gegen unsere Lieblingsnachbarn, was will ich mehr (lacht)?“ Aber auch in seinem Verein läuft es derzeit gut.

Sprung in den Profikader

Seit Sommer wieder zurück in Österreich schaffte er sofort den Sprung in den Profikader der „Roten Bullen“ und absolvierte bereits 13 Spiele in der Erste Bank Eishockey Liga. „Ich freue mich über jede Sekunde auf dem Eis. Aber wir haben 14 Stürmer im Kader, von denen immer zwei pausieren müssen. Da trifft es auch manchesmal mich. Aber der Trainer setzt auf mich, und schenkt mir sein Vertrauen, das will ich zurück geben.“ Und Stichwort Zurück, sein Vertrag in Salzburg läuft bis 2017, früher oder später will Baltram aber wieder zurück nach Amerika.

Spielte er doch vor seinem Engagement beim österreichischen Meister bei den Seattle Thunderbirds und Lethbridge Hurricanes in der WHL, einer der stärksten Nachwuchsligen der Welt. Dort war er auch Teamkollege eines gewissen Mathew Barzal, der im diesjährigen NHL-Draft in der ersten Runde von den New York Islanders ausgewählt wurde.

„Für mich einer der besten Spieler der Welt in seiner Altersklasse. Da habe ich gesehen, wie viel mir noch fehlt. Überall ein bisschen (lacht).“ Vielleicht kann ja Baltram in den Spuren der Raffl-Brüder wandeln, die nach erfolgreichen Jahren in Österreich erst später den Sprung nach Übersee schafften und sich dort durchsetzten.