Erstellt am 19. Oktober 2016, 11:00

von Peter Sonnenberg

Franz Leitner: „Wie ein Ritterschlag“. Franz Leitner vom LAC Harlekin Mistelbach absolvierte den berühmt-berüchtigten Ironman auf Hawaii und schwärmte vom einmaligen Flair auf der amerikanischen Inselkette.

„Eisern“. Franz Leitner mit Österreich-Fahne in Hawaii.  |  zVg

Am Samstag kehrte der ge bürtige Laaer Triathlet Franz Leitner von seinem zwei wöchigen Aufenthalt in den USA zurück, wo er auch am berühmt-berüchtigten Ironman auf Hawaii teilnahm. Dort finishte der Ausdauersportler des LAC Harlekin Mistelbach in 10:09 Stunden und belegte den Gesamtrang 550.

NÖN: Nach dem Ironman gönnten Sie sich noch eine Woche Urlaub, die war notwendig, oder?

Franz Leitner: Ja, und wie. Auch wenn einen im Vorfeld alle warnen, wie hart es wird – in Wahrheit ist es dann noch viel schlimmer. Es war heiß, windig und wellig – kurz zusammen gefasst (lacht). Im Ernst, ich bin nicht unzufrieden mit meiner Leistung, auch wenn ich im Geheimen mit einer Zeit unter zehn Stunden spekuliert habe. Das ist dann das Ziel für das nächste Mal.

Wenn Sie das Rennen noch einmal Revue passieren lassen, wo haben Sie Zeit gewonnen bzw. verloren?

Leitner: Das Schwimmen war verhältnismäßig einfach. Einzig beim Zurückschwimmen bin ich einer falschen Gruppe gefolgt und länger im Wasser gewesen als nötig. Das Rad war definitiv das Härteste. Einfach der Wahnsinn, was hier Wind bedeutet. 160 von 180 Kilometern hatten wir ihn von vorne, und im Vergleich zu Österreich sind das ja Orkanböen. Ich rege mich auf jeden Fall nie wieder über den Wind bei uns auf.

Das Laufen war dann wie immer eine Bank bei mir. Wie ein Uhrwerk habe ich die Kilometer abgespult, bin aber bei jeder Labe gegangen, um mich ordentlich zu ver sorgen. Es war so heiß, dass alle Eiswürfel, die ich mir eingesteckt habe, geschmolzen waren, bevor ich wieder bei der nächsten Labestation war. Und die waren nur eine Meile von einander entfernt.

Das klingt so, als ob für die Zukunft eine Rückkehr nach Hawaii geplant ist ?

Leitner: Auf jeden Fall, aber nicht 2017. Selbst wenn ich wieder das Ticket löse, wird es sich familiär bedingt nicht ausgehen. Nur das ganze Ambiente und Flair hier ist einmalig, überhaupt dabei sein zu können ist wie ein Ritterschlag. Die Stimmung ist einzigartig, und wie dich die Amerikaner anfeuern, ein Wahnsinn. Selbst beim Rückflug in San Francisco bin ich angesprochen worden.