Erstellt am 13. Januar 2016, 05:23

von Peter Sonnenberg

Lebenselixier Sport. Der Staatzer „Oldie“ Walter Seidl (79) leitet seit über 25 Jahren die Turngruppe im Ort und geht mit gutem Beispiel voran.

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„Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ – dieser Liedtext von Udo Jürgens kommt einem in den Sinn, wenn man den Staatzer „Vorturner“ Walter Seidl sieht. Der 79-Jährige leitet seit 1990 die Sportgymnastik im Turnsaal Staatz, ist topfit und geht bei jeder Übung mit gutem Beispiel voran. „Ein Wahnsinn, wie fit der Mann für sein Alter ist“, raunt es regelmäßig durch die Halle, teilweise auch von Turnern, die 20 oder 30 Jahre jünger sind (Anm.: im Staatzer Turnverein sind derzeit ca. 90 Turner registriert).

Er verfolgt bei seinem abwechslungsreichen Programm einen recht pragmatischen Ansatz: „Ich bin bei Weitem der Älteste, da müssen alle mitziehen. Wer da meine Übungen nicht mitmachen kann, sollte sich hinterfragen“, so Seidl lachend. Dabei wird nicht nur geturnt, auch Volleyball und Basketball wird gespielt. Das hat auch zur großen Beliebtheit innerhalb der Turnerriege geführt, die eigentlich schon längst einen neuen Übungsleiter hätte haben sollen.

„Dabei wollte ich eigentlich mit 70 Jahren aufhören, aber auf intensiven Wunsch meiner Turner habe ich mich dann doch überreden lassen“, erinnert sich Seidl zurück. Und Stichwort Vergangenheit: Zeit seines Lebens prägte der Sport den Staatzer und umgekehrt. „Ich habe in der Jugend hobbymäßig Fußball gespielt, da gab es im Sommer immer heiße Ortsduelle“, erinnert sich Seidl zurück. „Schwimmen, Rad fahren und Wandern. Ohne Sport geht es einfach nicht. Er ist mein Lebenselixier.“

Aber auch außerhalb der Staatzer Turnhalle engagiert sich Seidl: Zum einen ist er auch einmal wöchentlich im Turnverein Laa aktiv, zum anderen hilft er gemeinsam mit seiner Gattin im Sozialbereich – in einem Altersheim.