Erstellt am 25. Mai 2016, 05:04

von Peter Sonnenberg

Luckner sorgte für das emotionale Highlight. Beim 22. Berggerichtslauf in Falkenstein gab Lokalmatador Gerhard Luckner das Comeback des Jahres.

»Man of the Race«. Gerhard Luckner vom SV Falkenstein.  |  NOEN, Hofbauer

Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich über 170 Läufer zu einem „Klassiker“ im Rahmen des Weinviertler Laufcups: dem bereits 22. Berggerichtslauf in Falkenstein. Die Strecke zählt zu den schwersten und selektivsten im Programm, alleine die 800 Meter lange Steigung in den Kellergassen ist gefürchtet. Einer nahm das ganz locker: Mario Bauernfeind. Der Gesamtsieger 2014 war eine Klasse für sich und gewann mit deutlichem Vorsprung.

Im Ziel war er aber trotzdem geschafft, wie er im Siegerinterview zugab: „Die Hitze war ungewohnt und hat das Ganze nicht einfach gemacht.“ Auf den Plätzen landeten der „Erdpresser“ Andreas Heindl und Markus Holzmann vom LAC Harlekin. Bei den Damen gab es mit Minodora Turkonje auch einen Favoritensieg. Mit der Mistelbacherin Anita Autritt setze auch eine Bezirksläuferin als Zweite mit einer starken Laufleistung ein Ausrufezeichen.

Für die Geschichte des Laufs sorgte aber ein Lokalmatador: Gerhard Luckner (SV Falkenstein). Ende 2013 verletzte er sich bei einem Traktorunfall schwer am Bein (18 Schrauben und zwei Platten), ob er überhaupt wieder laufen können würde, stand damals in den Sternen. Jetzt wagte er sich wieder auf die Laufstrecke und absolvierte die zehn Kilometer.

„Das ist einfach nur sensationell, für mich war das der emotionale Höhepunkt des Laufs“, zog auch Organisator Ronald Luckner, übrigens nicht verwandt mit ihm, den Hut. „Ich hätte niemals gedacht, dass er noch einmal läuft.“ Doch der Falkensteiner stammt aus einer wahren Lauffamilie, denn auch Sohn Felix und Gattin Irene nahmen am Berggerichtslauf teil. „Es macht Spaß, auch wenn das Bein noch immer ein bisschen steif ist. Man muss einfach bewusst laufen“, erklärt Gerhard Luckner.

Überhaupt waren viele einheimische Läufer und Läuferinnen, auch vom SV Falkenstein, dabei. Die Veranstalter – neben Luckner noch Fritz Rieder und Gabi Stecher sowie zahlreiche weitere helfende Hände – sorgten für ein angenehmes Wohlfühlambiente in Falkenstein.