Erstellt am 20. April 2017, 11:22

von David Aichinger

2. BL: Desaströse Bilanz gegen Villacher. Nach dem zweiten Salzburg-Sieg stehen die Mustangs im Semifinale – gegen den „Angstgegner“.

Kräftiger Schluck. Thomas Morwitzer, Stefan Obermann, Michal Semerad, Ondrej Dygryn und Ivo Prachar (von links) gewannen Spiel zwei in Salzburg – vor rund 30 mitgereisten Mistelbach-Fans – klar  |  David Aichinger

Mistelbach steht im Semifinale. Die Mustangs machten am Samstag schon im zweiten Spiel den Deckel drauf, schlugen Salzburg auswärts deutlicher als daheim – dank einer starken ersten Hälfte. Trainer Martin Weissenböck empfand das gar nicht so leichte Heimspiel in der Vorwoche hinterher als Vorteil:

„Weil alle mitgekriegt haben, dass Salzburg nicht nur vier Legionäre hat, sondern zumindest sechs sehr gute Spieler.“ Die vielen Eins-gegen-Eins-Situationen, die die Mozartstädter so oft suchen, hatte Mistelbach diesmal aber weit besser im Griff, auch die Offense lief deutlich besser.

"Dornbirn wär uns lieber gewesen"

Der Gegner in der Runde der letzten Vier heißt ab Samstag Villach. Die Kärntner schlugen Dornbirn nach dem Sieg in der Verlängerung im ersten Spiel diesmal regulär mit +5. Wie Weissenböck das aufnahm? „Dornbirn wär uns lieber gewesen“, lacht der Coach, „Villach ist gespickt mit sehr guten Spielern. Von der Stärke der Teams muss man sicher von 50-50 reden. Da ist alles möglich.“ Aber: „Wir hoffen natürlich, dass der Heimvorteil und das Publikum uns das Quäntchen mehr an Energie geben.“

Spieler Michal Semerad kann es kaum erwarten: „Wir freuen uns so sehr auf das Halbfinale. Die Mustangs wurden zweimal in Folge in den Play-offs von Villach eliminiert. Das alleine ist schon der Grund, warum wir dieses Jahr gewinnen müssen.“ Die Statistik, die man auch besiegen will, ist desaströs: Von den letzten neun Spielen gegen Villach verlor Mistelbach acht.