Erstellt am 22. September 2015, 09:03

von Dominik Siml und David Aichinger

Reine Nervensache – Setik cool vom Punkt. Beim 4:1 gegen Leopoldsdorf verwandelte Mistelbachs Innenverteidiger Rainer Setik gleich zwei Elfmeter.

Rainer Setik  |  NOEN, Aichinger, FC Mistelbach

Im Mistelbach-Spiel gegen Leopoldsdorf zeigte der Schiedsrichter gleich dreimal auf den Punkt. Zweimal für die Heimischen, einmal für die Gäste. Mistelbachs Elfmeterschütze Nummer eins, Rainer Setik, trat an. Und verwertete beide Male souverän. Laut Setik alles rein intuitiv, Lieblingsecke hat der Verteidiger keine. „Beim ersten Mal habe ich den Tormann ausgeschaut, beim zweiten Mal habe ich mich schon vorher für eine Ecke entschieden.“ In beiden Fällen schlug das Leder links unten aus Sicht des Schützen ein. Beim zweiten Mal war der Leopoldsdorfer Schlussmann noch dran, der Ball aber zu hart und platziert. Detail am Rande: Den zweiten fälligen Strafstoß wollte Mitspieler Berkin Gürünlü schießen, Setik erklärte das aber zur Chefsache, fühlte sich gut: „Für mich war klar, dass ich schieße. Ich war mir sicher, dass ich ihn reinmache.“

Weil jede Medaille aber immer zwei Seiten hat, gab Mistelbach-Goalie Stefan Dominkovics auch Einblicke, wie er sich als Torhüter verhält. „Ich schaue auf den Stürmer, dann entscheide ich mich erst für ein Eck. Nicht immer für dasselbe, das kommt auf die Situation an“, erklärte der Mistelbacher Schlussmann. Der Leopoldsdorfer Elfmeter wurde durch Zeljko Zlatar vergeben, der Stürmer schoss drüber. Setik hingegen verwandelte seine beiden eiskalt. Mit ein Grund, warum Mistelbach an diesem Abend als Sieger vom Platz ging. Ein Mann ohne Nerven, der noch viel Wert sein kann für die Lackner-Elf.

Ognyanov: Tor, wieder Gelb

Bei Wolkersdorf sorgt unterdessen weiter eine Personalie für Gesprächsstoff: Kiril Ognyanov. Seit der 23-jährige Bulgare wieder von Anfang an im Angriff wirbelt, lautete die persönliche Bilanz in drei Spielen immer gleich: 90 Minuten, ein Tor, eine gelbe Karte. Am Freitag gab‘s Letztere in Minute 93 – Ognyanvos vierte, bei fünf ist man gesperrt. Böse ist ihm Trainer Hirczy deshalb nicht: „Es war ein Schnittball mit dem Goalie, er wollte das 2:1 machen. Dafür werde ich ihn nicht kritisieren. Im Gegenteil, ich bin froh, dass er den Sprint macht und Einsatz zeigt.“ Über das dritte Saisontor des Stürmers ist Hirczy erfreut: „Er ist noch immer nicht annähernd bei 100 Prozent, aber er kann uns trotzdem helfen.“