Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:42

Kures droht längere Sperre – zu Unrecht?. Wolkersdorfs Michael Kures flog in Minute 58 wie sein Gegenspieler runter. Beide verstehen die Welt nicht mehr. Neben der zweiten Auswärtsniederlage in Folge schmerzte Wolkersdorf in Brunn vor allem die 58. Minute.

Abgelaufen. Rene Herbst (vorne) war nicht nur in dieser Szene Stripfings Fels in der Brandung. Tomas Vrto (hinten) hatte für den FCM eine Riesenchance.  |  NOEN, Heinz Schöfmann

Michael Kures gelang ein Tackling gegen Dominik Vockathaler, die beiden Spieler landeten aufeinander. Beim Aufstehen dürfte es zu einem Gerangel gekommen sein, das Schiedsrichter Thomas Willhalm mit der roten Karte für beide Spieler bewertete. Kures und Vockathaler blickten ungläubig auf die Farbe der Karte, erkundigten sich sofort und auch nach dem Spiel beim Unparteiischen über den Grund des Ausschlusses. Kures berichtet: „Er sagt, er hat die Szene so eingeschätzt, dass Vockathaler mich getreten und ich ihm ins Gesicht geschlagen habe. Ich verstehe nicht, was er da gesehen hat. Hätte ich es gemacht, würde ich schon dazu stehen. Ich muss diese Woche beim Verband anrufen und versuchen, das zu klären. Der Gegner wird das auch tun.“

Trainer Stefan Hirczy stützt Kures‘ Ansicht: „Es war schon sein zweiter Ausschluss als mein Spieler, aber diesmal kann ich ihm wirklich keinen Vorwurf machen. Das Tackling war super, dann haben sie ein bisschen herumgetan, okay. Aber jeder hat mit Gelb-Gelb gerechnet. Rot ist unglaublich bitter.“

Für das vom Schiedsrichter notierte Vergehen droht Kures eine Sperre von zwei bis drei Spielen. „Eine Hiobsbotschaft. Das macht die nächste Woche noch schwieriger“, sagt Hirczy, der eine weitere Verschärfung der Kadersituation so gar nicht brauchen kann: „Ich bin nur noch am Basteln.“

Mistelbach spielt gut, erzielt aber keine Tore

In Mistelbach ist der Wurm drin. Aber nur, was das Toreschießen anbelangt. „Wie wir gespielt haben, da kann man nur mit der Zunge schnalzen“, war Peter Lackner hocherfreut. Nur sein Paradestürmer Tomas Vrto, der nach zwei Runden schon bei fünf Toren hielt, seither aber nicht mehr getroffen hat, macht ihm ein wenig Sorgen. „In der vierten Runde hat er drei hundertprozentige Torchancen vergeben, das war ein kleiner Knacks.

Er hat eine Blockade, die wir lösen müssen“, will Lackner seinen Goalgetter wieder jubeln sehen. Für den Coach liegt es aber nicht nur am vordersten Angreifer, auch die Außenspieler und Tomas Lukas auf der „Zehnerposition“ sind derzeit glücklos. „Vielleicht betreiben die Jungs auch so viel Aufwand, dass dann vor dem Tor die Konzentration fehlt. Ich weiß es nicht. Geistige Müdigkeit geht ja mit körperlicher Müdigkeit einher“, geht der Trainer auf Ursachenforschung.